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Alles über die INSM

Ein FAQ über die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

  • Wofür steht die INSM?

    Die Initiative will die Soziale Marktwirtschaft Ludwig Erhards erneuern und sie an die Globalisierung, den demografischen Wandel und die Wissensgesellschaft anpassen. Die INSM steht für ein Gesellschaftssystem in Freiheit und Verantwortung.

     

    Die Initiative hält die konsequente und konsistente wettbewerbliche Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Sozialordnung für erforderlich, um in Deutschland dauerhaft mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies stärkt auch das eigenverantwortliche Handeln jedes Einzelnen und die Fähigkeit, Risiken erfolgreich zu begegnen. Unser Ziel ist deshalb die nachhaltige Förderung der Reformbereitschaft in Politik und Gesellschaft.
     

  • Was will die INSM konkret?

    Wirtschaftspolitik: Weniger ist mehr. Der Staat soll sich auf seine Kernkompetenzen beschränken, Bürokratie und Genehmigungsverfahren vereinfachen. Außerdem: Die Reduzierung von Steuern und Abgaben schafft Freiräume für die Eigeninitiative von Bürgern und Unternehmen.

     

    Beschäftigungspolitik: Was im Sozial- und Arbeitsrecht die Schaffung neuer Arbeitsplätze verhindert, muss überprüft und - wenn nötig - korrigiert werden. Auch die Tarifpolitik soll sich stärker an den Bedürfnissen der Betriebsparteien ausrichten. Das heißt zum Beispiel: Ausbau flexibler Arbeitszeiten und Einbau flexibler Lohnkomponenten.

     

    Sozialpolitik: Wir wollen das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe" stärken. Ansprüche auf Rundum-Absicherung sind schwer finanzierbar. Private Vorsorge ist ein wichtiger zusätzlicher Pfeiler. Klar ist aber auch: Die Solidarität mit den Bedürftigen der Gesellschaft ist ebenfalls Kern der Sozialen Marktwirtschaft.

     

    Bildungspolitik: In der Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts stehen und fallen Standorte mit dem Rohstoff "Wissen". Die Bildungspolitik gehört deshalb zu den zentralen Themen der Reformdebatte. Wir fordern: mehr Wettbewerb, mehr Effizienz und mehr Tempo.

  • Wie arbeitet die INSM?

    Die Initiative nutzt die Möglichkeiten moderner Kommunikation, um ihre ordnungspolitischen Botschaften bei Entscheidern und in der Bevölkerung zu verankern. Abhängig vom jeweiligen Thema werden klassische Werbung, PR und Pressearbeit sowie Online-Kommunikation kombiniert. Die Initiative kooperiert dabei mit angesehenen Medienpartnern. Die Arbeit der Initiative wird außerdem von prominenten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützt.

  • Wer trägt die INSM?

    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen. Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Die INSM verfügt 2011 nach Abzug von Steuern über einen Jahresetat von 7,01 Millionen Euro. Wissenschaftlich begleitet wird die INSM vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

    Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens arbeiten ehrenamtlich in dieser Reformkampagne für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze in Deutschland mit. Der frühere Bundesbankpräsident Professor Hans Tietmeyer ist Vorsitzender dieses Netzwerks. Darüber hinaus engagieren sich Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Sport als Botschafter für die Initiative und auch im gemeinnützigen Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e. V.

     

    Die Initiative hat die Unternehmensform einer GmbH, genauer gesagt heißt sie: INSM - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH.

  • Was ist die Geschichte der INSM?

    Im Dezember 1999 gründen die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie die berolino.pr GmbH mit Sitz in Köln. Einziger Auftrag dieses Unternehmens ist der Aufbau und die Leitung einer modernen Reforminitiative zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft unter den Herausforderungen der Globalisierung, der Demografie und des Wandels der Arbeitswelt.
     

    Seit Herbst 2000 arbeitet die GmbH mit dem Namen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) für die marktwirtschaftliche Erneuerung unseres Wirtschafts- und Sozialsystems. Die Aktivitäten der INSM sind von Anfang an vielfältig und multimedial: Mit Broschüren, öffentlichen Veranstaltungen, Anzeigen, wissenschaftlichen Studien, Buchpublikationen sowie mit Lectures und Stellungnahmen ihrer Botschafter und Unterstützer macht die INSM auf Reformbedarf in Deutschland aufmerksam und zeigt politische Handlungsalternativen auf.
     

    Als Vorsitzenden ihres Kuratoriums gewinnt die INSM den früheren Bundesbank-Präsidenten Prof. Dr. Hans Tietmeyer. Im Lauf der Zeit engagieren sich kontinuierlich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ehrenamtlich für die Ziele der INSM.

     

    2004 erhält die INSM mit ihrer Leadagentur Scholz & Friends den renommierten Politikaward für das beste Anzeigenmotiv des Jahres.

     

    2005 wird der Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V. gegründet, der sich als Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger versteht, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. 2007 firmiert die berolino.pr GmbH in INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH um. 2010 wechselt der Sitz der Initiative von Köln nach Berlin. Die Leadagentur ist seit 2010 Serviceplan.
     

  • Die INSM wird von Arbeitgebern finanziert - bedient sie deshalb nicht zwangsläufig die Interessen der Wirtschaft?

    Die INSM wird von den Verbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert. Deren Interesse ist die Verankerung der Sozialen Marktwirtschaft in der Gesellschaft. Diese Verankerung dient keineswegs nur den Unternehmen. Die Soziale Marktwirtschaft ist nach Überzeugung der Geldgeber der INSM und deren Mitarbeiter eine Gesellschaftsform zum Wohle aller.


    Freilich gibt es auch in einer Sozialen Marktwirtschaft unterschiedliche Interessen. Die INSM versteht sich als ordnungspolitisches Gewissen und nicht als Vertreter von Arbeitgeberinteressen. Die Initiative verlangt zum Beispiel einen Abbau von Subventionen. Diese Forderung trifft auch etliche Unternehmen.

     

    Die INSM ist parteiübergreifend. Ihre Unterstützer kommen aus dem gesamten demokratischen Parteienspektrum.

  • Was ist "neu" an der Neuen Soziale Marktwirtschaft?

    Die INSM arbeitet seit dem Jahr 2000 für marktwirtschaftliche Reformen. Auf dem Weg nach vorn kann Deutschland nach Auffassung der INSM auf ein bewährtes Konzept zurückreifen: die von Ludwig Erhard ins Leben gerufene Soziale Marktwirtschaft.


    Dieses bewährte System will die INSM an die Umfeldbedingungen des 21. Jahrhunderts anzupassen: an die Globalisierung, die Wissens- und Informationsgesellschaft, die Veränderungen in der Arbeitswelt sowie den demografischen Wandel. Die INSM will eine breite gesellschaftliche Debatte darüber anstoßen, wie wir diesen neuen Herausforderungen begegnen müssen.

    Die INSM orientiert sich auf dem Weg in die Zukunft an den Prinzipen der Sozialen Marktwirtschaft: Freiheit und Verantwortung, Eigentum und Wettbewerb, Haftung und sozialer Ausgleich.

  • Will die Initiative das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft abschaffen?

    Im Gegenteil: Die INSM will das Soziale nicht abschaffen, sondern bewahren. Die Sozialsysteme sollen durch Reformen in einen Zustand versetzt werden, damit sie nachhaltig funktionieren.
     

    Ein Beispiel: Der Sozialstaat finanziert sich zum großen Teil durch die Beiträge, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Sozialversicherung einzahlen. Sind Menschen arbeitslos , nimmt der Staat weniger Geld ein. Will er die Sozialleistungen trotzdem beibehalten, muss er die Sozialabgaben erhöhen. Das bedeutet aber: die Lohnzusatzkosten steigen. Das wiederum verhindert die Schaffung neuer Jobs. Auf diese Weise frisst der Sozialstaat die Wurzeln, von denen er lebt. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden.

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