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14. Sep 2015

Werkverträge in der Praxis
"Der Kunde erwartet einen fixen Preis“

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Die Zülow AG ist mit 300 Angestellten ein großer Handwerksbetrieb. Aber wie der Handwerker von nebenan schließt der Vorstand und Elektromeister David Zülow selbstverständlich mit seinen Kunden Werkverträge ab. Lesen Sie hier, warum Zülows Kunden durch Werkverträge genau wissen, was sie die Elektroinstallation ihres Hauses kosten und wann sie fertig werden wird.

Werkverträge sind etwas für Spezialisten. Dazu gehören klassische Handwerker wie sie David Zülow beschäftigt. Seine Zülow AG in Neuss ist ein Elektrohandwerksunternehmen mit rund 300 angestellten Mitarbeitern, alle tariflich bezahlt. „Werkverträge machen mehr als 50 Prozent unseres Geschäfts aus,“ sagt Zülow.

Die Zülow AG arbeitet überall wo Elektro-Kabel verlegt werden. Sei es für eine Steckdose, über komplette Beleuchtungsanlagen bis hin zur Voll-Verkabelung eines Flughafens. Dass Kunden diese Leistungen als Werkverträge nachfragen, kann David Zülow gut verstehen: „Weil sie dem Auftraggeber volle Transparenz bieten, um Preise zu vergleichen – aber auch volle Kostenkontrolle.“ Gerade öffentliche Auftraggeber wie z.B. Kommunen fragen Werkverträge nach. „Der Kunde erwartet einen fixen Preis pro verarbeiteten Meter.“

Und die Zülow AG liefert. Weil sich die Mitarbeiter über Werkverträge eine solch große Expertise aufgebaut haben, dass David Zülow effizient anbieten kann. „Ich hoffe nur, dass das auch so bleibt.“ Neue Kriterienkataloge und mehr Mitbestimmung, so die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften, bedeuten für ihn vor allem eines: „Noch mehr Bürokratie und Nachhalterei. Irrsinn für alle Beteiligten.“

Grundsätzlich sieht Zülow die Rolle der Gewerkschaften sehr positiv. „Sie gestalten erfolgreich die Partnerschaft mit den Arbeitgebern.“ Aber: „Sie sollen sich aus den Kundenbeziehungen heraushalten. Das Werkvertragsrecht ist bereits kompliziert genug. Die Kosten für noch mehr Bürokratie kann man nicht mehr an die Kunden weitergeben Dies schadet langfristig auch meinen Angestellten.“

Apropos Kosten. „Hätte der Berliner Flughafen BER gute Werkverträge geschlossen“, sagt David Zülow schmunzelnd, „dann wäre er längst fertig.“ Dann wären dort Spezialisten am Werk gewesen …

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