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09. Jan 2013

Großer Experten-Check
Ist die Energiewende ein Erfolg?

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Die Energiewende ist ein Großprojekt. Um Erfolg oder Misserfolg zu beurteilen, müssen viele Aspekte berücksichtigt werden. Das Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat in unserem Auftrag alle Aspekte der Energiewende einem Check unterzogen. Die Ergebnisse zeigen: Einige Bereiche sind erfolgreich, in anderen gibt es erheblichen Nachholbedarf.

Energiewende-Radar

Einleitung

Wie die Energiewende vollzogen werden soll, wird schon seit Jahren diskutiert und ist seit 2011 endgültig beschlossen. Sie ist eines der größten politische Projekte und umfasst vielschichtige Dimensionen – einen Masterplan gibt es allerdings nicht.

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Aspekt 1: Ausbau erneuerbarer Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien gehört zum Kern der Energiewende. Hier ist die Bundesregierung weitestgehend im Zeitplan. Dennoch müssen noch einige technische Herausforderungen gelöst werden und die Marktintegration besser gelingen.

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Aspekt 2: Wirtschaftlichkeit

Die Energiewende muss so wirtschaftlich wie möglich vollzogen werden. Aber die Kosten, wie die gestiegene EEG-Umlage, belasten die Industrie. Hiergegen würden mehr Wettbewerb, ein Subventionsstopp und eine Europäisierung der Energiepolitik helfen.

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Aspekt 3: Wettbewerbsfähigkeit

Deutsche Firmen müssen wettbewerbsfähig bleiben. Aber industrielle Stromverbraucher sind in Deutschland deutlich stärker belastet, als Akteure im EU-Ausland. Der Auftrieb der Strompreise muss deswegen begrenzt werden.

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Aspekt 4: Versorgungssicherheit

Die Stromversorgung muss gewährleistet sein, allerdings ist sie in sonnen- und windschwachen Wintermonaten mit einem sehr hohen Stromverbrauch gefährdet. Deswegen muss auf mittlere Sicht der Ausbau von effizienten fossilen Anlagen ermöglicht werden.

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Aspekt 5: Netze und Infrastruktur

Für die Energiewende brauchen wir ein belastbares Stromleitungsnetz. Das für den Netzausbau definierte Ziel wurde allerdings nicht erreicht. Der Ausbau muss nun intelligent gesteuert werden, auch um weitere Belastungen für alle gering zu halten.

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Aspekt 6: Klimaschutz

Umweltverträglichkeit ist ein Ziel der Energiepolitik. Der CO2-Ausstoß hat sich leider bisher nicht wie gewünscht reduziert, was auch am hohen Stromverbrauch im Zuge von Wachstumsprozessen liegt. Bislang müssen dafür vor allem fossile Energieträger genutzt werden.

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Aspekt 7: Energieeffizienz

Energieeffizienz ist ein Schlüsselfaktor der Energiewende. Gleichzeitig ist Strom eine kostspielige Ressource. Die Politik sollte Unternehmen und Haushalte dabei unterstützen Einsparpotenziale erkennen und nutzen zu können.

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Aspekt 8: Stromverbrauch

Der Stromverbrauch soll insgesamt gesenkt werden, um die Versorgungssicherheit zu verbessen und um auf die Unwägbarkeiten beim Umbau der Erzeugungsstruktur zu wirken. Aber hiervon ist Deutschland auch aufgrund zu hoch gesteckter Ziele weit entfernt.

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Fazit

Das gigantische Projekt Energiewende ist teilweise auf einem guten Wege. Die Gesamtbewertung aller Aspekte belegt jedoch, dass es noch viele Herausforderungen gibt, um die Energiewende insgesamt zum Erfolg zu führen.

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