Aktuelle Fotos
der INSM

Flickr

Alle Fotos
Pressemeldungen
Repräsentative Umfrage zur Rente

Deutsche haben mehrheitlich falsche Vorstellung über zukünftige Rentenentwicklung

Drei von vier Deutschen haben eine falsche Vorstellung von der Entwicklung der Renten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Demnach glaubt die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht, dass die Kaufkraft der Renten auch in Zukunft steigen wird, sondern erwartet ein Absinken der Renten. Das ist aber das Gegenteil von dem, was Bundesregierung und Experten vorhersagen.

13. Juli 2018

Pressemeldung als PDF Zur Rentenkampagne INSM Position Rente

Bundessozialminister Hubertus Heil hat sein Gesetzespaket für eine Rentenreform vorgelegt, das nach Überzeugung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die Politik der Großen Koalition auf Kosten der jungen und der zukünftigen Generation fortsetzt. Statt die Bevölkerung aufzuklären, spielt die Politik mit den Ängsten der Bürger. Die glauben nämlich mehrheitlich, dass die Renten in Zukunft sinken werden. Das aber wird nach der aktuellen Gesetzeslage nicht passieren. Im Gegenteil. Die INSM fordert deshalb von der Politik Aufklärung statt die Fortsetzung generationenungerechter rentenpolitischer Maßnahmen und startet mit der heutigen Vorstellung von Heils Rentenplänen ihre Kampagne Geht’s noch, GroKo?”.

Denn: Drei von vier Deutschen haben laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey eine falsche Vorstellung von der Entwicklung der Renten. Demnach glaubt die Mehrheit der Deutschen nicht, dass die Kaufkraft der Renten auch in Zukunft steigen wird, sondern erwartet ein Absinken der Renten. Das ist jedoch das Gegenteil von dem, was die Bundesregierung prognostiziert: In dem 2017 von der damaligen Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegten Rentenversicherungsbericht geht die Bundesregierung von einem Anstieg der Bruttostandardrente um über 30 Prozent bis zum Jahr 2031 aus. Prof. Dr. Axel Börsch-Supan (Mitglied der Rentenkommission) erwartet, dass nicht nur der Zahlbetrag, sondern auch die Kaufkraft der Renten in Zukunft weiter wachsen wird. Er geht von einem Kaufkraftanstieg um circa ein Prozent pro Jahr aus. Eine Rentnerin bzw. ein Rentner des Jahres 2035 könnte sich somit etwa 17 Prozent mehr leisten als eine vergleichbare Person heute. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung weiß das entweder nicht oder glaubt den wissenschaftlichen Prognosen nicht. Lediglich zwei von einhundert Deutschen schätzt korrekt, dass die Kaufkraft der Renten bis 2035 um über zehn Prozent steigen wird, während 73 Prozent glauben, dass die Kaufkraft sinken wird. Rund 40 Prozent befürchten sogar einen Kaufkraftverlust von mehr als zehn Prozent.

Dieser – nach wissenschaftlichem Stand der Forschung – falschen Vorstellung bei einem Großteil der Bevölkerung soll die Bundesregierung mit einer Aufklärungskampagne begegnen. Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: „Wenn sich herumspricht, dass sich die Rentner der nächsten Generation deutlich mehr leisten können, als heutige Rentner, könnte viel verlorenes Vertrauen in unser Rentensystem zurück gewonnen werden.”

Die INSM fordert die Bundesregierung deshalb mit ihrer heute gestarteten Kampagne Geht’s noch, GroKo?” auf, bei der gesetzlichen Rente wieder auf eine gerechte Verteilung der Lasten auf Alt und Jung zu achten. Unter anderem demonstrierte die INSM bereits heute Vormittag vor dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Kinderfahrrädern, auf deren Gepäckträgern überdimensionierte (Renten-)Pakete platziert waren.

Pressekontakt



Florian von Hennet

Pressesprecher
Tel.: 030-27877 174
Fax.: 030-27877 181
E-Mail: hennet@insm.de

Kontakt speichern

Weitere Inhalte

Rentenpaket im Bundestag

Umfrage: Mehrheit gegen Belastung der Jüngeren

Einen Vorgeschmack für die drastische Umverteilung von Jung zu Alt liefert das Rentenpakt der Regierung schon jetzt: Ohne doppelte Haltelinie und Mütterrente hätten die Rentenbeiträge im kommenden Jahr spürbar gesenkt und die Beitragszahler um sechs Milliarden Euro entlastet werden können. „Das ist erst der Anfang der Kostensteigerungen. Unsere Kinder und Enkel werden in den kommenden Jahrzehnten mit...

7. November 2018
Das Rentenpaket im Bundestag

Für Jung und Alt wäre ein Nein zum Rentenpaket besser

Die Rentenpläne der Bundesregierung bringen die gesetzliche Altersvorsorge aus dem Gleichgewicht. Die INSM ruft die Abgeordneten des Bundestages daher zu Einsicht um Umkehr auf. Der Gesetzgeber sollte neue Rentengesetze erst beraten, wenn die Ergebnisse der Rentenkommission vorliegen. Denn die Zukunft Deutschlands wird aus Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur gemacht.

12. Oktober 2018
Rente

Zehn Fakten erklären die Rentendiskussion

Über kaum ein Thema wird derzeit politisch so leidenschaftlich diskutiert wie über die Zukunft der Rente. Trotzdem sind die Fakten und Begrifflichkeiten oft nur unzulänglich bekannt. Wie kann es zum Beispiel sein, dass das Rentenniveau sinkt und die Renten trotzdem steigen? Zehn Fakten zur Rente sorgen für Aufklärung.

11. Oktober 2018
#ZukunftstattRentenpaket

Warum das Rentenpaket der Bundesregierung ungerecht ist

Die große Koalition hat in ihrem Rentenpaket teure Leistungsausweitungen beschlossen, welche die junge Generation übermäßig belasten werden - und das ohne eine Lösung für die Finanzierung. Hier sind Argumente, warum eine solche politische Maßnahme kurzsichtig und ungerecht ist.

21. September 2018
Gastbeitrag

Wer länger Rente bezieht, sollte auch länger arbeiten

Weniger Geburten und eine steigende Lebenserwartung führen dazu, dass es in Zukunft mehr Rentner geben wird – und weniger Beitragszahler. Wer länger lebt, sollte also auch länger arbeiten. Den Löwenanteil an den künftigen Steuereinnahmen schon heute den Rentnern zu versprechen, ist somit ungerecht.

17. September 2018
Rentenpolitik

GroKo-Rentenpaket ungenießbar

Große Rückrufaktion: Das Rentenpaket der Koalition aus SPD und Union muss wegen erheblich schädlicher Wirkungen für Kinder und junge Erwachsene sofort gestoppt werden. Die beschlossenen Leistungsausweitungen sind kurzsichtig und verursachen nur eines – Milliardenkosten ausschließlich zu Lasten der jüngeren Generationen. Eine böse Überraschung.

13. September 2018