Aktuelle Fotos
der INSM

Flickr

Alle Fotos
22. Mai 2019
22. Mai 2019
22. Mai 2019
Pressemeldungen
Frühkindliche Förderung

Frühe Bildung eröffnet Lebenschancen

Eine gezielte frühkindliche Förderung kann lange vor der Einschulung dazu beitragen, Defizite von Kindern zu erkennen und auszugleichen, um somit für gleiche Startbedingungen und anhaltenden Bildungserfolg zu sorgen. Denn mehr als 50.000 Jugendliche verlassen in Deutschland jährlich die Schule ohne Abschluss. Eine viel zu hohe Zahl angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels, der jetzt schon viele Branchen empfindlich trifft.

29. Juli 2013

Hintergrundpapier herunterladen Grafiken zum Thema

„Mit der frühkindlichen Bildung steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich, denn die Probleme beginnen häufig am Anfang einer Bildungskarriere“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). „Deshalb muss der Staat seine Investitionen viel stärker in die vorschulische Bildung verlagern“, so Pellengahr weiter.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (BI) hat im Auftrag der INSM ein Diskussionspapier zur frühkindlichen Förderung erstellt und darin vier entscheidende Handlungsfelder identifiziert:

  • Staatliche Bildungsinvestitionen stärker in die vorschulische Bildung verlagern
  • Eltern bei der frühkindlichen Förderung mit einbeziehen
  • Kinder mit Migrationshintergrund gezielter fördern
  • Mehr und besser qualifiziertes Personal für die frühkindliche Förderung gewinnen

Die Wahrscheinlichkeit, dass es Kinder aus einem sozial schwächeren Umfeld später auf ein Gymnasium schaffen, erhöht sich durch den Krippenbesuch um zwei Drittel. Von besserer Bildung profitiert nicht nur der Einzelne: Geringere Transferleistungen, höhere Sozialversicherungsbeiträge und zusätzliche Steuerzahlungen im späteren Erwerbsleben führen dazu, dass der Staat die investierten Gelder fast dreifach zurückbekommt.

Die bestehenden Angebote an Kindertagesbetreuung erreichen häufig gerade jene Kinder nicht, die am stärksten von ihnen profitieren könnten: Zu ihnen zählen vor allem Kinder mit sprachlichen Defiziten. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen mit Migrationshintergrund liegt bei gerade einmal 16 Prozent und damit deutlich unter dem Anteil von 33 Prozent ihrer deutschstämmigen Altersgenossen.

Für diese zentralen Aufgaben im deutschen Bildungssystem wird zukünftig noch mehr qualifiziertes Personal benötigt – der ab August geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige wird den Personalmangel noch verstärken.
„Initiativen wie die der Bundesagentur für Arbeit, eilig 5.000 Arbeitssuchende umzuschulen, werden dabei den Anforderungen dieses Berufs nicht gerecht“, sagt Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts. „Um das Qualifikationsniveau des Kita-Personals zu halten oder gar zu verbessern, müssen mehr junge Menschen für eine Erzieherausbildung oder ein entsprechendes Studium gewonnen werden.“ Zusätzliches Potential liege dabei auch im hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigten. Würden mehr Vollzeitstellen geschaffen, könne dies den Bedarf an zusätzlichem Personal mindern. 

Pressekontakt

Pressesprecher: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de
Projektleitung: Julia Saalmann, Tel. 030 27877-178; saalmann@insm.de 

Mehr zum Thema "Bildung"

Standpunkt

Computer statt Pädagogik?

Deutschland verpasst beim Thema digitale Bildung den Anschluss in Europa. Der Digitalpakt von Bund und Ländern ist daher eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für bessere Schulbildung.

11. August 2018
Appell an MdBs

Jetzt Deutschlands Zukunft gestalten

Am 24. Oktober kamen die Mitglieder des neuen deutschen Bundestags (MdBs) zum ersten Mal zusammen. Ihr Aufgabe in den nächsten vier Jahren ist, unser Land fit für die Zukunft zu machen. Was es braucht, damit Deutschland erfolgreich bleibt, haben wichtige Akteure der deutschen Wirtschaft in einem Appell, der zeitgleich als Anzeige in mehreren großen Tageszeitungen erscheint, zusammengefasst.

23. Oktober 2017
Bundestagswahl

Das steht zur Wahl: Prüfsteine für eine gute Zukunft

Am 24. September 2017 wird über die Zukunft Deutschlands entschieden. Es geht um viel: eine generationengerechte und sichere Rente, ein leistungsfreundliches Steuersystem, eine bezahlbare Energiewende und faire Bildungschancen für alle. Schauen Sie deshalb genau hin, was in den Programmen der Parteien steht. Und überhaupt: Gehen Sie wählen.

15. September 2017
Bildung

10 Fakten zum deutschen Bildungssystem

Bildung ist in einem forschungs- und entwicklungsstarken Land wie Deutschland der wichtigste Rohstoff. Seit dem PISA-Schock hat sich vieles im deutschen Bildungssystem verbessert, aber es bleibt noch einiges zu tun. Diese Faktensammlung zeigt aktuelle Entwicklungen im Bildungsbereich auf, benennt positive Trends und zeigt klar, an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht.

24. August 2016
Bildungsmonitor 2016

Kein Fortschritt – viele neue Herausforderungen

Die Bundesländer erreichen im Vergleich zum Vorjahr keine Fortschritte in der Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme. Handlungsbedarf besteht vor allem bei der Bildungsintegration der Flüchtlinge.

18. August 2016
INSM-Bildungsmonitor Spezial

3,5 Milliarden Euro für Bildung von Flüchtlingen

Für eine gelingende Bildungsintegration fehlen neben Sprachkursen auch Kitaplätze, Schulplätze sowie spezielle Angebote für Flüchtlinge, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen wollen. Die Autoren des INSM-Bildungsmonitors haben daher untersucht, welche Verbesserungen nötig sind und was diese kosten würden.

18. August 2016