Aktuelle Fotos
der INSM

Flickr

Alle Fotos
Große Aufgaben
Bildung

85 Prozent wollen gerechtere Bildung

Chancengerechtigkeit ist das zentrale Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft. Doch eingelöst wird es bislang nur unzureichend. Benachteiligt sind vor allem Kinder aus bildungsfernen oder zugewanderten Familien. Wer aber Chancengerechtigkeit will, muss jedem einen fairen Zugang zu Bildung und die Möglichkeit auf berufliche Verwirklichung bieten. TNS Emnid fragte nach den Wünschen der Deutschen.

25. April 2016

INSM-Position Bildung Kampagne "Grosse Aufgaben" Gesamte Emnid Umfrage Download Umfrage Download Anzeige Blogpost: Was sich ändern muss Unsere Forderungen

85% der Deutsche möchten ein gerechteres Bildungssystem.

Das sagen die Deutschen

Gut vier von fünf Deutschen (85 Prozent) halten die Schaffung fairer Bildungschancen, für eine der dringlichsten gesellschaftlichen Aufgaben. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zu den großen Zukunftsthemen in unserem Land ergeben. Im Zeitraum vom 4. bis zum 10. April wurden insgesamt 1.000 Personen zu den Themen Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Soziale Sicherung und Integration befragt.

Unsere Forderung #2: Bildung gerechter machen!

Damit niemand in unserer Gesellschaft zurückbleibt, muss es für jeden faire Start- und Entwicklungschancen geben. Ein gerechtes Bildungssystem vermittelt allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft und Familie – die Kompetenzen, die ihnen eine erfolgreiche Teilhabe am Arbeitsmarkt und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Was jetzt zu tun ist:

  • Frühkindliche Bildungsangebote ausbauen: Die Weichen für eine Bildungskarriere werden früh gestellt. Was Kinder bis zur Einschulung lernen, prägt ihr Leben und lässt sich später kaum nachholen. Einrichtungen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung sind wichtige Institutionen für mehr Chancengerechtigkeit am Arbeitsmarkt.
  • Einheitliche Abschlussprüfungen einführen: Diese schaffen Vergleichbarkeit der Prüfungsergebnisse und erlauben Rückschlüsse auf die Qualität der einzelnen Schulen. Dadurch entsteht ein Wettbewerb, der sich wiederum positiv auf die Qualität des Bildungsangebots auswirkt.
  • Mehr Entscheidungsfreiheit für Schulen schaffen: Um Qualitätsziele zu erreichen, brauchen Schulen mehr Entscheidungsfreiheit in Fragen des Personals, des Lehr- und Lernangebots.
Infografik: Bildung gerechter machen

Weitere Zahlen aus der großen Deutschlandumfrage

Gut jeder zweite Deutsche (51 Prozent) bewertet die Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem als schlecht. So wundert es nicht, dass eine große Mehrheit faire Bildungschancen als eine der dringlichsten gesellschaftlichen Aufgaben betrachtet.

Um diese Aufgabe zu bewältigen befürworten 90 Prozent der Deutschen eine individuelle Förderung von lernschwachen Schülern und Kindern aus sozialen Brennpunkten. Auf Platz drei der geeignetsten Instrumente für ein gerechteres Bildungssystem rangieren bundesweit einheitliche Abschlussprüfungen (85 Prozent). 78 Prozent sprechen sich für eine Entlastung bei der Bürokratie aus und 77 Prozent wünschen Leistungsanreize für Lehrkräfte.