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Studie IW Köln

Flexible Beschäftigung ermöglicht Einstieg in Arbeit

Ohne flexible Beschäftigungsformen fehlen Langzeitarbeitslosen wichtige Brücken in den Arbeitsmarkt. 78 Prozent der bei der Jobsuche erfolgreichen Langzeitarbeitslosen ist durch sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Zeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, Teilzeit oder befristete Verträge der Einstieg in Arbeit gelungen.

11. November 2014

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In der Studie „Einstieg in Arbeit – die Rolle der Arbeitsmarktregulierung“ warnt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor einer stärkeren Regulierung dieser Beschäftigungsverhältnisse. Die Große Koalition plant unter anderem eine strengere Regulierung der Zeitarbeit. Dies könnte mit Beschäftigungsverlusten und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit einhergehen, so die Autoren der Studie, die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt wurde.

„Die Agenda-Reformen haben eine erhebliche Dynamik am Arbeitsmarkt, besonders beim Einstieg in Arbeit entfacht. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank seit 2005 von 1,8 auf 1,1 Millionen. Der Niedriglohnbereich sowie atypische Beschäftigungsformen haben dazu einen enorm wichtigen Beitrag geleistet“, erklärt Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte beim IW Köln und Autor der Studie.

Die Studie zeigt auch: Eine zusätzliche Regulierung der Zeitarbeit würde vor allem Geringqualifizierte treffen. Ein Viertel der gering qualifizierten Arbeitslosen, die zwischen 2005 und 2012 eine Beschäftigung gefunden haben, schafften den Einstieg über die Zeitarbeit.

„Unsere niedrigen Arbeitslosenzahlen und den hohen Beschäftigungsstand verdanken wir unserem flexiblen Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung ist dabei, diese Errungenschaften abzuwickeln. Sie riskiert enorme Beschäftigungsverluste und steigende Arbeitslosigkeit“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM.

Einstieg in Arbeit - Die Rolle der Arbeitsmarktregulierung