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Vollbeschäftigungs-Turm in Berlin

INSM-Aktion

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai unter die Schwelle von drei Millionen, auf 2.960.000 gesunken. Das ist der beste Mai-Wert seit 20 Jahren. Gleichzeitig fehlen laut Bundesagentur für Arbeit und Wirtschaftsverbänden in immer mehr Branchen und Regionen Fachkräfte. Die INSM baute vor dem Bundesarbeitsministerium einen Vollbeschäftigungsturm um zu verdeutlichen was passiert, wenn die Fachkräftelücke nicht schnell geschlossen wird. 

30. Mai 2011

FachkräfteturmDie INSM baut den Fachkräfteturm vor dem Bundesarbeitsministerium.

„Der Fachkräftemangel ist entgegen der weit verbreiteten Ansicht kein Indiz für eine gesunde Erholung am Arbeitsmarkt. Im Gegenteil: Er wird immer mehr zu einer Gefahr.“, warnte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) heute in Berlin. Eine Spaltung des Arbeitsmarktes zeichne sich ab, so Pellengahr: der Fachkräftemangel in technisch-mathematischen Berufen oder etwa in der Pflege, aber verfestigte Arbeitslosigkeit bei Geringqualifizierten. Pellengahr: „Hier geht eine Schere auf: Ohne Fachkräfte keine Investitionen. Ohne Investitionen kein Wachstum. Ohne Wachstum keine Arbeitsplätze – insbesondere nicht für weniger gut qualifizierte Arbeitskräfte.“ 

Um dieses Zusammenwirken bildlich darzustellen, hat die INSM heute einen Vollbeschäftigungs-Turm vor dem Bundesarbeitsministerium in Berlin errichtet. Pellengahr: „Wir gehen davon aus, dass bei zwei Positionen für Fachkräfte, die nicht besetzt werden können, etwa ein Job für Geringqualifizierte gefährdet ist oder erst gar nicht geschaffen wird.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft fordert von Regierung und Sozialpartnern mehr Anstrengungen für eine bessere Aus- und Fortbildung, weniger Schul- und Studienabbrüche, bessere Integration von Müttern und Alleinerziehenden, Älteren und Migranten. Die INSM sieht sich in diesen Forderungen auch von einem Gutachten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) „Wege zur Vollbeschäftigung“ bestärkt, das im Mai 2011 veröffentlich wurde. Laut HWWI ist der Fachkräftemangel hausgemacht, aber lösbar. 

Rückfragen

Projektleitung: Thomas Bauer, Tel.: 030 27877-174, bauer@insm.de