Konjunktur Publikation 26. Januar 2026
INSM-Gutachten: Wachstumseffekte und Wachstumshebel (Teil 2) Deutschland steckt in der längsten wirtschaftlichen Schwächephase in der Bundesrepublikanischen Geschichte: Die Wirtschaftskraft entspricht aktuell der des Jahres 2019. Die Wachstumsprognosen sind mau. Das ließe sich ändern. Durch Reformen im Bereich Sozialabgaben, Steuern, Gesundheitswesen und Rente, durch bessere Investitionsbedingungen, weniger Regulierung und Anpassungen in Energiepolitik, Wohnungswesen und Arbeitsmarkt lassen sich substanzielle Wachstumsreserven heben, die aktuell brachliegen. So das Ergebnis einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der INSM. Nach einem ersten Studienteil, der sich damit beschäftigt hat, wie sich unterschiedliche Wachstumssteigerungen durch eine Erhöhung der Produktivität auf Wirtschaftskraft, Einkommen und Sozialversicherung bis 2040 auswirken, hat das IfW in einem zweiten Schritt untersucht, mit welchen Reformschritten dieses höhere Wachstum erreicht werden kann – und wie das bisherige Regierungshandeln vor diesem Hintergrund bewertet werden muss. Das Ergebnis: Neben den dort vorgestellten konkreten wachstumsfördernden Maßnahmen bewerten die Ökonomen das bisherige schwarz-rote Regierungshandeln fast ausnahmslos kritisch. Im Wesentlichen wird nur die ab 2028 greifende Körperschaftsteuer positiv bewertet.