Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem

Die Hälfte der deutschen Unternehmen nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Problem des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Laut der ifo Konjunkturumfrage folgen Energiekosten mit 27 Prozent und Arbeitskosten mit 22 Prozent. „Der bürokratische Aufwand wirkt auf zwei Wegen: Er bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt, und er verhindert Investitionen, die sich nicht mehr rechnen, sobald man den Genehmigungs- und Dokumentationsaufwand einpreist“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Befragungen. Besonders häufig nennen große (59 Prozent), mittlere (58 Prozent) und kleine Unternehmen (50 Prozent) Bürokratie als Problem. Die Angaben stammen aus der ifo Konjunkturumfrage vom Juli 2026 und umfasst 4.449 Antworten. Die Antwort erfolgte als freier Text ohne vorgegebene Kategorien.

Quelle: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem | ifo Konjunkturumfrage | ifo Institut

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Bürokratieabbau – Effizienzsteigerung durch weniger Vorschriften

Knapp 5.000 Gesetze und Verordnungen des Bundes mit mehr als 100.000 Einzelnormen gelten aktuell in Deutschland – hinzu kommen die Gesetze und Verordnungen der Länder, kommunale Satzungen und unmittelbar geltendes EU-Recht — Tendenz steigend. Es ist Zeit, umzudrehen. Bürokratie muss neu gedacht werden, auch in ihrer grundsätzlichen Funktion. Denn nur ohne, unnötige, Bürokratie kann die Wirtschaft wirklich effizient arbeiten und der Staat sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren.