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21. Feb 2016

Integration
Ankommen, dazugehören, teilhaben – Integration durch Arbeit

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Noch nie kamen so viele Asylsuchende nach Deutschland wie im vergangenen Jahr. Viele weitere werden in diesem Jahr folgen. Sie zu integrieren ist derzeit eine der wichtigsten Aufgaben für Deutschland. Integration gelingt am besten über Beschäftigung. Denn: Arbeit ermöglicht Einkommen, Zugehörigkeit und Teilhabe. Daher brauchen wir einen offenen, flexiblen Arbeitsmarkt und eine starke Wirtschaft.

Die Herausforderung

1,1 Millionen Asylsuchende wurden im vergangenen Jahr in Deutschland registriert. Fast 480.000 formelle Asylanträge gingen bei den Behörden ein – rund 270.000 Anträge mehr als noch im Jahr zuvor. Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik suchten so viele Menschen Schutz und Perspektive in unserem Land.

Auch in diesem Jahr werden viele weitere Menschen kommen. Die Bundesregierung rechnet mit einer Zahl von 500.000 Flüchtlingen.

Schon allein im Januar wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gut 52.000 Asylanträge gestellt. Gegenüber dem Vorjahresmonat 2015 bedeutet das einen Anstieg von über 100 Prozent.

Ob die Gesellschaft mehrheitlich die vielen neuen Menschen eher als Chance oder eher als Last wahrnimmt, hängt auch davon ab, wie gut die Integration in die Gesellschaft gelingt. Dabei kommt dem Arbeitsmarkt eine zentrale Bedeutung zu. Je eher die Menschen eine Beschäftigung aufnehmen können, desto eher finden sie Anschluss, Zugehörigkeit, gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe. Flüchtlinge könnten – bei entsprechender Qualifikation und Nach-Qualifikation – vor allem über ihre Arbeit einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, auch um den Fachkräftemangel zu lindern und die demografie-anfälligen Sozialkassen zu entlasten.

Davon profitieren wir alle. Die Bedingungen für die Aufnahme der Asylbewerber in den Arbeitsmarkt sind so günstig wie selten zuvor – einerseits. Die Erwerbsbeteiligung liegt auf einem historischen Hoch, die Arbeitslosigkeit geht seit Jahren zurück. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Und jährlich entstehen derzeit etwa 700.000 neue Jobs.  Andererseits gibt es für Asylbewerber zu viele Hürden, die ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erschweren. Diese müssen dringend abgebaut werden.

Unsere Forderungen

Um Asylbewerbern die Chance zu geben, möglichst früh eine Arbeit oder eine Ausbildung aufzunehmen, sollte vor allem die sogenannte Vorrangprüfung abgeschafft werden. Auf deren Grundlage wird überprüft, ob eine freie Stelle nicht durch Einheimische oder EU-Bürger besetzt werden kann.

Was noch getan werden muss: Auszubildende sollten grundsätzlich nicht abgeschoben werden dürfen. Unternehmen haben sonst kaum einen Anreiz, Flüchtlinge auszubilden. Außerdem sollten Flüchtlinge direkt vom Asylverfahren in ein reguläres Migrationsverfahren wechseln können, wenn sie ein gutes Ausbildungsniveau oder eine Berufsqualifikation mitbringen.

Integration gelingt durch Arbeit. Dazu müssen wir Beschäftigungshürden abbauen. Mehr dazu hier.


 


Dieses Schaubild zeigt das Asyl-Erstverfahren eines volljährigen Antragstellers, das durchschnittlich 5,2 Monate dauert. Es kann nicht jede theoretische Variante eines Einzelfalles abbilden. Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

 


Weitere Informationen: