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17. Mrz 2016

Praktika bei Daimler
"Flüchtlinge machen große Fortschritte"

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Der Spracherwerb ist eine entscheidende Voraussetzung für den Einstieg in den Beruf. Bei Daimler bekommen Flüchtlinge die Möglichkeit die deutsche Sprache parallel zur Berufserfahrung zu sammeln. Brückenpraktia nennt Daimler diese Möglichkeit, bei der Flüchtlinge direkt in den Arbeitsprozess integriert werden. Die ersten Erfahrungen sind erfolgsversprechend.

Die Daimler AG in Stuttgart-Untertürkheim bietet in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit seit November letzten Jahres sogenannte Brückenpraktika für Flüchtlinge an. Am 9. November 2015 begannen 40 Flüchtlinge ihr vierzehnwöchiges Praktikum. Geplant ist, dass auf diesem Weg mehrere Hundert Flüchtlinge für Arbeitsplätze in deutschen Industrieunternehmen qualifiziert werden. Die Flüchtlinge erlernen dabei praktische Grundkenntnisse für die Arbeit in der industriellen Produktion und besuchen zusätzlich tägliche Deutschkurse.

Fabian Lorenz, Personal-Manager der Daimler AG im Werk Untertürkheim, zieht eine Bilanz zum vierzehnwöchigen Brückenpraktikum für Flüchtlinge.

Unbürokratischer Weg in den Arbeitsmarkt

Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG: „Zuwanderung ist eine Chance für Deutschland. Als Unternehmen nehmen wir unsere gesellschaftliche und soziale Verantwortung auch bei diesem Thema sehr ernst und helfen bei der beruflichen und sozialen Integration. Mit dem Brückenpraktikum ebnen wir Flüchtlingen unbürokratisch einen Weg in den Arbeitsmarkt.“

Stuttgart macht nur den Anfang

Das von Daimler in Stuttgart-Untertürkheim aufgesetzte Modell soll schon bald in vielen weiteren Mercedes- Benz Werken seine Fortsetzung finden. Nach erfolgreicher Absolvierung eines Brückenpraktikums sollen die Teilnehmer in eine Berufsausbildung, an Unternehmen oder an Zeitarbeitsfirmen weitervermittelt werden.

Praxis und Spracherwerb

Die ersten sechs Wochen des vierzehnwöchigen Brückenpraktikums werden von der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Für die verbleibenden acht Wochen erfolgt die Vergütung der Arbeitszeit nach dem Mindestlohn. Der Arbeitstag ist zweigeteilt. Dreieinhalb Stunden lang wird im praktischen Teil gearbeitet; weitere dreieinhalb Stunden lang lernen die Flüchtlinge deutsch. Auch die Finanzierung der Deutschkurse wird von Daimler übernommen.

Auch Mitarbeiter engagieren sich

„Wir heißen die Menschen, die Flucht und Vertreibung erlebt haben, in unserem Land willkommen. Bei Daimler arbeiten viele Menschen unterschiedlichster Herkunft seit Jahren gut zusammen. Und viele Kolleginnen und Kollegen engagieren sich sozial. Das freut uns sehr. Das große Engagement unserer Beschäftigten und des Unternehmens dafür, dass die Flüchtlinge bei uns eine faire Chance bekommen, ist ein starkes Zeichen der Solidarität“, sagt Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Daimler AG.

Hürden abbauen

Integration gelingt am einfachsten über den Arbeitsmarkt. Dafür sind Beschäftigung und Ausbildung die wichtigsten Voraussetzungen. Flüchtlingen gelingt so der Zugang zu einem selbstbestimmten Leben. Der gesellschaftliche Beitrag, den sie durch ihre Arbeit leisten, verringert den Mangel an Fachkräften und entlastet die Sozialkassen.

Doch um die Integration zu beschleunigen und mehr Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihren wichtigen Beitrag zur Integration zu leisten, müssen bestehende Beschäftigungshürden abgebaut werden. Mehr dazu hier.

Weitere Informationen: