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04. Jul 2017

Fakten zum Freihandel
Offene Märkte bringen Wohlstand in Deutschland und der Welt

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Der freie Welthandel hat zu vielen positiven Entwicklungen geführt - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit: Durch das internationale Wirtschaftswachstum konnte die globale Armut immer weiter reduziert werden. Gleichzeitig profitieren die Konsumenten von einer größeren Produktauswahl. Alle Fakten zum Freihandel gibt es hier zum Nachlesen.

Für die Menschen in Deutschland lohnt sich der freie Welthandel. Die Exporterfolge heimischer Unternehmen erhöhen nicht nur das Wirtschaftswachstum – sie sichern auch bestehende Arbeitsplätze und sorgen für zusätzliche Jobs. Konsumenten profitieren von einer größeren Produktauswahl sowie von niedrigeren Preisen durch den Abbau von Zöllen und anderen Handelsbarrieren.

In anderen Teilen der Welt führt die Globalisierung zu eindrucksvollen Erfolgen bei der Bekämpfung der Armut. Die Öffnung der Märkte bringt Kapital und Technologie in die aufstrebenden Schwellenländer. Die globale Mittelschicht wächst dabei rasant – und ermöglicht so deutschen Unternehmen neue Absatzchancen.

Doch die Fortschritte sind in Gefahr: Protektionistische Politik nimmt rund um den Globus zu. Mit dieser Faktensammlung geben wir einen Überblick über die Auswirkungen freien Handels. Dabei wird deutlich, dass er viele positive Effekte hat, die wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollten.

 
Fakt 1

Freier Handel erhöht den Wohlstand für alle

* real zu Preisen des Jahres 2000
  • * real zu Preisen des Jahres 2000

Offene Märkte fördern das Wirtschaftswachstum und sorgen so für mehr Wohlstand. Sie vergrößern wirtschaftliche Handlungsspielräume und erhöhen durch internationale Arbeitsteilung die Effizienz von Produktionsabläufen. Das gilt sowohl für hochentwickelte Industriestaaten als auch für Entwicklungsländer.

Von dem freien Handel profitiert kaum ein Land so sehr wie Deutschland. Die fortschreitende Globalisierung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bescherte jedem Deutschen in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten inflationsbereinigte Einkommensgewinne von durchschnittlich 1.130 Euro im Jahr, wie aus einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht.

Fakt 2

Die Globalisierung reduziert Armut

* Schätzung
  • * Schätzung

Dank des Welthandels sind einst arme Staaten zu Wohlstand gekommen und konnten zu den Indus­triestaaten aufschließen. Der Anteil der von der OECD als Schwellen- und Entwicklungsländer bezeichneten Länder am globalen Handel ist seit dem Jahr 2000 von einem Drittel auf etwa die Hälfte angestiegen.

Die Globalisierung hat laut Weltbank seit 1990 mehr als einer Milliarde Menschen geholfen, der Armut zu entkommen. Handel hilft Schwellenländern gleich in mehrfacher Hinsicht, sich wirtschaftlich weiterzuentwickeln: Ihre Unternehmen erhalten Zugang zu neuen Technolo­gien, und sie können ihre Waren in reiche Industrie­staaten verkaufen.

Quellen zur Grafik: Weltbank, 2016

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Fakt 3

Exporte sichern Arbeitsplätze in Deutschland

Die Exportstärke der deutschen Industrie ist für den Arbeitsmarkt von elementarer Bedeutung. Nach Anga­­ben des Statistischen Bundesamts hängt jeder vierte Arbeitsplatz vom Export ab. So profitiert der Arbeitsmarkt vom Erfolg deutscher Produkte am Weltmarkt.

Die Nachfrage nach Waren „made in Germany“ ist so groß wie nie: 2016 exportierten deutsche Unternehmen Produkte im Wert von 1,2 Billionen Euro. Der Wert der Warenausfuhren stieg damit auf einen neuen Rekord. Fast 60 Prozent gingen an Länder in der Europäischen Union, in der freier Warenverkehr herrscht.

Fakt 4

Mittelstand profitiert besonders vom Abbau der Handelsbarrieren

Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer in der deutschen Privatwirtschaft arbeiten in kleinen und mittleren Betrieben. Ein freier Handel ist für diese Unternehmen besonders hilfreich.

Anders als große Konzerne produziert der Mittelstand häufig nicht im Ausland und muss seine Ware bei Auslandsgeschäften deswegen oft verzollen. Zudem verfügen kleine und mittlere Unternehmen vielfach nicht über ausreichendes Personal, um komplizierte rechtliche Rahmenbedingungen bei grenzüberschreitenden Geschäften auszuloten. Von einem Abbau der Handelshemmnisse profitieren diese Betriebe daher überdurchschnittlich stark.

Quellen zur Grafik: BDI, 2016

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Fakt 5

Freihandel senkt die Preise für Verbraucher

Offene Märkte sparen Konsumenten viel Geld. Denn die Senkung von Handelsbarrieren macht Produkte billiger. Das liegt einerseits an niedrigeren Kosten für Unternehmen: Sie müssen weniger Geld für Zölle aufwenden und sparen durch den Bürokratieabbau an den Grenzen Zeit. Dadurch können sie ihre Waren günstiger anbieten.

Andererseits sorgt der Freihandel für mehr Konkurrenz unter den Unternehmen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen die Firmen effizienter arbeiten und ihre Produkte attraktiver gestalten. Auch diese Innovationen können sich für Endkunden in geringeren Preisen niederschlagen.

Fakt 6

Handel vergrößert die Produktvielfalt

Schuhe aus Italien, Software aus den USA, Smartphones aus China: Konsumenten sind im Alltag ständig mit Waren konfrontiert, die ganz oder teilweise aus dem Ausland stammen. Handelsbarrieren würden die Produktvielfalt einschränken – und damit die Lebensqualität senken.

Offene Märkte sind für Deutschland auch deswegen besonders wichtig, weil es als rohstoffarmes Land auf Importe aus dem Ausland angewiesen ist. Außerdem setzen deutsche Unternehmen zunehmend auf internationale Lieferketten. Die Importabhängigkeit der heimischen Wirtschaft nahm seit Anfang der 90er Jahre zu. Damals wurden nur etwas mehr als 20 Prozent der inländischen Nachfrage durch Wareneinfuhren abgedeckt, inzwischen sind es mehr als 33 Prozent

Fakt 7

Protektionismus nimmt zu

* Vergleich im Herbst des jeweiligen Jahres mit Vorjahr
  • * Vergleich im Herbst des jeweiligen Jahres mit Vorjahr

Die Erfolge des Freihandels sind gefährdet. Der Handel ist für viele deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Weltweit gehen Staaten immer stärker dazu über, wettbewerbsschwache Industrien durch protektionistische Maßnahmen zu schützen.

Die Welthandelsorganisation registrierte zwischen 2010 und 2016 mehr als 900 zusätzlich eingeführte Handelsbeschränkungen zwischen den G20-Staaten. Im gleichen Zeitraum wurden nur 351 protektionistische Maßnahmen wieder aufgehoben.

Fakt 8

Freihandel setzt Standards für den Verbraucherschutz

Mit Freihandelsabkommen stellt die EU für ihre Kon­sumenten sicher, dass sich Handelspartner an die hohen europäischen Verbraucherstandards halten. Die Verträge beinhalten außerdem strenge Vorschrif­­ten zu Umwelt, Menschenrechten und Arbeitsverhältnissen.

Die Angleichung von Standards über Ländergrenzen hinweg erleichtert zudem den Handel und senkt die Kosten. Deutsche Verbraucher sind sich der Vorteile bewusst: Im Lebensmittelhandel sprechen sich einer Umfrage der Verbraucherzentrale Deutschland zufolge drei Viertel der Deutschen für international einheitliche Standards aus.

Fakt 9

Neue Märkte für regionale Produkte

Parmaschinken kommt aus Italien, holländischer Gouda aus den Niederlanden, und Spreewald-Gurken stammen natürlich aus Deutschland. Daran ändert auch der freie Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union nichts – im Gegenteil. Denn Handelsvereinbarungen ermöglichen es der EU, den Schutz geografischer Herkunftsbezeichnungen auch auf Länder außerhalb Europas auszudehnen.

Die Freihandelsabkommen bieten den Herstellern regionaler Produkte die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen. Das zeigt das Beispiel des Abkommens Ceta zwischen der EU und Kanada. Das Abkommen garantiert, die Herkunftsangaben von 143 typischen Le­bensmitteln aus der EU zu schützen. Dass „Prosciutto di Parma“ nur aus Italien stammen kann, ist damit auch bei den Kanadiern eindeutig geklärt.

9 Fakten zum Freihandel

Ausgewählte Quellen