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21. Apr 2017

Dimensionen von Gerechtigkeit
Gerecht geht nur mit Marktwirtschaft

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Soziale Gerechtigkeit ist das prägende Thema im Wahlkampfjahr 2017. Wenn allerdings so mancher Politiker von Gerechtigkeit spricht, dann meint er in der Regel nur eines: Umverteilung von den nicht ganz Reichen zu den nicht ganz Armen. Dem Gerechtigkeitsverständnis der Bürger wird man so nur bedingt gerecht. Was Gerechtigkeit auch und vor allem meint – eine Begriffsbestimmung.

Gerechtigkeit ist ein vieldimensionaler Begriff. Welche Gerechtigkeitsdimensionen sind den Deutschen besonders wichtig? Dazu hat das renommierte Meinungsforschungsinstitut Kantar EMNID im März 2017 eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Mit 78 Prozent erreicht Chancengerechtigkeit den mit Abstand höchsten Zustimmungswert. Vier von fünf Deutschen stimmen der Aussage zu, dass jeder die gleichen Chancen haben sollte, das eigene Leben durch individuelle Anstrengung selbstbestimmt zu gestalten und zu verbessern.

Entscheidende Grundlage für die Sicherung von Chancengerechtigkeit ist der Zugang zu Bildung: Das Bildungssystem muss dabei so organisiert sein, dass allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft und Familie – die Kompetenzen vermittelt werden, die ihnen die Chance auf berufliche und private Verwirklichung bieten.
 

Testimonials Chancengerechtigkeit


 

Leistungsgerechtigkeit macht die individuelle Leistung zum Maßstab für die gesellschaftliche Verteilung von Gütern. Leistungsgerecht ist, wenn die Menschen am Wohlstand einer Gesellschaft in dem Maße teilnehmen, wie es ihrem persönlichen Beitrag entspricht. Das bedeutet zugleich, dass eine Gesellschaft gewisse Ungleichheit in Kauf nimmt: Wer mehr leistet, soll auch mehr davon haben. Diesem Grundsatz stimmen 70 Prozent der Deutschen zu. Damit rangiert Leistungsgerechtigkeit auf Platz zwei der wichtigsten Gerechtigkeitsdimensionen.
 

Testimonials Leistungsgerechtigkeit


 

Generationengerechtigkeit bezieht sich auf die Wahrung der Lebenschancen nachfolgender Generationen. Als generationengerecht gilt, wenn künftige Generationen durch heutige Entscheidungen nicht stärker belastet werden, als sie von ihnen profitieren – und sie damit nicht ihrer Chancen auf eine freiheitliche Lebensgestaltung beraubt werden. Zwei von drei Deutschen sagen, dass sie großen Wert auf Generationengerechtigkeit legen.
 

Testimonials Generationengerechtigkeit


 

Was Marktwirtschaft mit Gerechtigkeit zu tun hat

In Deutschland hat sich die Soziale Marktwirtschaft als Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung durchgesetzt. Während die Marktelemente vor allem dem Wunsch der Deutschen nach Leistungsgerechtigkeit Rechnung tragen, sind die sozialstaatlichen Elemente besonders dazu geeignet, Chancengerechtigkeit herzustellen. Damit deckt die Soziale Marktwirtschaft genau die beiden Gerechtigkeitsdimensionen ab, die von den Deutschen als besonders wichtig bewertet werden.

In der Tat: Die Stärke der Sozialen Marktwirtschaft ist es, im Grunde konträre Gerechtigkeitsdimensionen in einem gemeinsamen Ordnungsrahmen miteinander zu vereinbaren. Damit erfüllt sie weit mehr Gerechtigkeitsdimensionen als viele andere Wirtschaftsordnungen. Sie bietet jedem faire Chancen, belohnt Leistung und sorgt zugleich dafür, dass diejenigen, die Hilfe benötigen, von der Gesellschaft aufgefangen werden.

All diese Gerechtigkeitsdimensionen gehen in der Sozialen Marktwirtschaft Hand in Hand. Dass Gerechtigkeit mehr als Umverteilung ist, sollte auch die Politik zur Kenntnis nehmen, wenn sie die Wähler mit dem Schlagwort „Gerechtigkeit“ zu gewinnen sucht: Gerecht geht nur mit Marktwirtschaft.

 

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