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Dieser Beitrag erscheint im Original im Buch „Das Deutschland-Prinzip“. Im Buch erörtern 175 prominente Gastautoren Ihre Standpunkte darüber, was  Deutschland stark macht.
Lesen Sie hier eine Auswahl der Beiträge.

 

Dr. Arend Oetker

Chancen nutzen, Verantwortung übernehmen und Bildung fördern

Wir befinden uns in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der wirtschaftlichen Veränderung. Digitalisierung, Energiewende, zunehmende Migration und demografischer Wandel stellen uns vor Herausforderungen, die es zu erkennen und zu nutzen gilt. Als demokratischer Rechtsstaat, der der freiheitlichen Idee verbunden ist, Menschenrechte hochhält, auf Bürgerbeteiligung Wert legt und Bildungsinitiativen unterstützt, hat Deutschland die besten Voraussetzungen, seine Wirtschaftskraft dynamisch und sozial gerecht weiterzuentwickeln. Als „Land der Dichter und Denker“ wird Deutschland im Volksmund gerne bezeichnet. In der Tat ist geistiges Eigentum eine entscheidende Schlüsselressource unserer Industrie- und Wissensgesellschaft. Eine besondere Rolle spielt hierbei unsere Mittelschicht. Einen Großteil ihres Wohlstands verdankt die Bundesrepublik dieser starken Mitte. Dort, im Kern der Gemeinschaft, agiert auf Dauer nur nachhaltig, wer bereit ist, Verantwortung für sein Umfeld zu tragen – wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell. Ein Fokus muss dabei auf die Investition in Bildung und Integrationsmaßnahmen gerichtet sein, denn Fachkräfte und exzellent ausgebildete Mitarbeiter sind das Grundgerüst einer soliden Wirtschaftskraft.

„Um errungene Standards zu halten und auszubauen, müssen wir weiterhin in Bewegung bleiben - auch und gerade in krisengeschüttelten Zeiten wie diesen.“

Dr. Arend Oetker

Auf dieser Basis hat die deutsche Industrie im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine beachtenswerte Position auf dem globalen Markt erlangt. Deutschlands Ziel innerhalb der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sollte daher eine zukunftsorientierte, liberale und innovative Wirtschaftspolitik skizzieren. Für Deutschland und über unsere Grenzen hinaus eröffnen transatlantische Freihandelsabkommen neue Chancen für Unternehmen, schaffen Arbeitsplätze und Wohlstand. Wenn es gelingt, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP zwischen der EU und den USA auf den Weg zu bringen, kann sie Investitionsräume und Planungssicherheit in einem klaren Regelkreis bieten. Exzellenz, Qualität, Fairness und Transparenz stehen beispielhaft für zahlreiche Vorteile, die sich für Verbraucher ergeben. In diesem Sinne sollten wir die aus den aktuellen Veränderungen resultierenden Möglichkeiten innovativ und einem liberalen, verantwortungsbewussten Grundgedanken folgend nutzen.

Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding (* 1939 in Bielefeld)

Studium der Betriebswirtschaftslehre und politischen Wissenschaften, danach Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität zu Köln. Arend Oetker ist geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Arend Oetker Holding, Ehrenvorsitzender des Verwaltungsrats und Mehrheitsgesellschafter des Nahrungsmittelunternehmens Hero AG, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Großaktionär der KWS Saat AG sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats der Cognos AG. Er ist außerdem Präsidiumsmitglied der BDA und Ehrenmitglied des Präsidiums des BDI. Neben einer Reihe von Mandaten im Bereich der Bildenden Kunst und der Musik engagiert er sich als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP). Arend Oetker ist außerdem Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.