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Dieser Beitrag erscheint im Original im Buch „Das Deutschland-Prinzip“. Im Buch erörtern 175 prominente Gastautoren Ihre Standpunkte darüber, was  Deutschland stark macht.
Lesen Sie hier eine Auswahl der Beiträge.

 

Dr. Dieter Brucklacher

Unternehmer müssen etwas unternehmen

Unternehmerische Verantwortung als Erfolgsgarant 

Wenn man auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zurückblickt, dann lautet das Fazit, dass wir eine gute Entwicklung genommen haben. Entscheidend dafür war die entschlossene Weichenstellung hin zur Sozialen Marktwirtschaft.

Stärken der Sozialen Marktwirtschaft 

Was sind die Stärken der Sozialen Marktwirtschaft? An erste Stelle möchte ich die Eigenverantwortlichkeit und die Eigeninitiative der Menschen stellen.

„Die Aufgabe des Unternehmers ist es,
etwas zu wagen, zu investieren und Innovationen
voranzutreiben und die Mitarbeiter zu begeistern,
gemeinsam Dinge voranzubringen.“

Dr. Dieter Brucklacher

Ich fange bewusst mit uns selber, den Unternehmern, an. Unternehmer müssen wieder ihrem Namen gerecht werden und etwas unternehmen. Gerade vor dem Hintergrund eines Familienunternehmens mit fast 140-jähriger Geschichte ist es für mich eine Verpflichtung, den Kindern der Menschen, die das Unternehmen zur heutigen Größe gebracht haben, eine Zukunft aufzuzeigen. Nach meiner Überzeugung sind wir auch in der Lage, in Deutschland und von Deutschland aus international erfolgreiche Unternehmen zu managen.

Die Aufgabe des Unternehmers ist es, etwas zu wagen, zu investieren und Innovationen voranzutreiben und die Mitarbeiter zu begeistern, gemeinsam Dinge voranzubringen.

ehemaliger vorsitzender Geschäftsführer des Leitz- Firmenverbandes
(* 1939 in Oberkochen, Ostalb)

Dieter Brucklacher diplomierte und promovierte in Physik. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er zunächst am Institut für Material- und Festkörperforschung am Kernforschungszentrum Karlsruhe beschäftigt. 1974 trat er in das in Familienbesitz befindliche Unternehmen Leitz ein. 1975 wurde er dort zum Geschäftsführer, 1982 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt. 2014 wechselte er schließlich in die Aufsichtsgremien des Firmenverbandes. Zwischen 2004 und 2007 amtierte Brucklacher zudem als Präsident des VDMA.

Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt

Der Erfolg eines Unternehmens beruht aber letztlich auf dem Erfolg der im Unternehmen arbeitenden Menschen. Sie sind das wichtigste Betriebskapital. Ihre Arbeitsfreude, Motivierbarkeit und lebenslange Lernfähigkeit, ihr Mitdenken und Mithandeln treiben ein Unternehmen voran.

Hieran müssen wir arbeiten und wir gehen das Thema auch an. Viele Betriebe haben ihre Strukturen und organisatorischen Abläufe gründlich verändert. In den Unternehmen werden neue Formen des Zusammenwirkens praktiziert.

Eigenverantwortlichen Mitarbeitern werden umfassende Aufgaben zugewiesen, bis jetzt ungenutzte Kreativitätspotenziale erschlossen. Gruppenarbeit, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Projektmanagement, neue Formen der Arbeitszeitgestaltung sind Schlüsselworte.

Wir müssen dies auch tun, weil wir gar keine andere Wahl haben. Wir haben nun einmal in Deutschland eines der weltweit niedrigsten tariflichen Arbeitszeitniveaus. Wir liegen mit Arbeitskosten beim internationalen Ranking an der Spitze. Also müssen wir die teuren Arbeitskräfte in der kurzen Arbeitszeit so optimal wie möglich nutzen, alle Kreativitätspotenziale erschließen. Eine solche Unternehmensführung dient übrigens den Interessen aller Beteiligter. Die Mitarbeiter können sich in ihrem Beruf entfalten und verwirklichen. Die Unternehmen erzielen bessere Ergebnisse, haben zufriedenere und damit gesündere Mitarbeiter und gesamtwirtschaftlich gewinnen wir durch entsprechende Produktivitätsfortschritte wieder an Wettbewerbsfähigkeit.

Zu einer solchen Strategie der Unternehmensführung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, gehören auch Information und Qualifizierung der Mitarbeiter, Stärkung der Eigenverantwortung, Vereinbarung von verbindichen Zielen und Beteiligung am Unternehmensergebnis.