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Dieser Beitrag erscheint im Original im Buch „Das Deutschland-Prinzip“. Im Buch erörtern 175 prominente Gastautoren Ihre Standpunkte darüber, was  Deutschland stark macht.
Lesen Sie hier eine Auswahl der Beiträge.

 

Alexander Dobrindt

Die deutsche Wohlstandspyramide

Die Wohlstandspyramide industrialisierter Volkswirtschaften zeigt: Das Fundament zukünftigen Wohlstands ist unsere Infrastruktur. Ohne Infrastruktur gibt es keine Mobilität, keine Bildung, keine Arbeit, kein Wachstum, keine Wertschöpfung und somit keinen Wohlstand.

Deshalb gilt: Investitionen in Infrastruktur sind zwar keine Garantie, aber die unabdingbare Grundlage für Wachstum und Wohlstand.

Wir haben daher eine Investitionswende mit dreimal zehn Milliarden Euro eingeleitet: zehn Milliarden zusätzliche Haushaltsmittel für unsere Infrastruktur, zehn Milliarden privates Kapital für unsere Straßen und gemeinsam mit der Wirtschaft zehn Milliarden für den Breitbandausbau. Das ist die größte Modernisierungsoffensive in der bundesdeutschen Geschichte und eine nachhaltige Stärkung unseres Wohlstandsfundaments.

„Die historische Transformationsphase der Digitalisierung schreibt die Wirtschaftsgeschichte führender Industrienationen neu und entscheidet, ob wir Innovationsland bleiben oder Stagnationsland werden.“

Alexander Dobrindt

Jetzt geht es darum, dass Deutschland seine Innovationsführerschaft im digitalen Zeitalter behauptet. Die historische Transformationsphase der Digitalisierung schreibt die Wirtschaftsgeschichte führender Industrienationen neu und entscheidet, ob wir Innovationsland bleiben oder Stagnationsland werden.

Wir schaffen den Sprung in die Innovationsgesellschaft 4.0, wenn wir zwei Aufgaben angehen: Wir brauchen mehr Soziale Marktwirtschaft in der digitalen Ökonomie und müssen Big Data als Chance begreifen.

MdB, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
(* 1970 in Peißenberg)

Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war er von 2005 bis 2008 wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Bundestagsfraktion und von 2008 bis 2009 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der CDU/CSU- Bundestagsfraktion. Zwischen 2009 und 2013 hatte er das Amt des CSU-Generalsekretärs inne. Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur ist Alexander Dobrindt seit Dezember 2013.

Die Marktwirtschaft wurde im 20. Jahrhundert sozial flankiert, weil es eine Monopoltendenz des Kapitals gab. Sie wurde ökologisch sensibilisiert, weil sich eine Ressourcen-Monopolisierung anbahnte. Heute müssen wir sie digital definieren, weil eine Monopolisierung der Informationen droht. Wir brauchen eine neue digitale Ordnungspolitik, die einen Kulturwandel vom Verbot zur Freiheit einleitet, international kompatible Regeln formuliert und junge Unternehmen fördert.

Wir brauchen außerdem einen politischen Konsens, dass Wirtschaftswachstum und Datenwachstum in einem unauflösbaren Zusammenhang stehen. Wer anderes meint, verhindert die digitale Wertschöpfung und entkoppelt uns vom Wohlstand.

Unsere Ausgangslage ist gut: Die Industrie 4.0 mit vernetzten Produktionsprozessen ist eine deutsche Erfindung. Internetkonzerne mögen wissen, wie man Daten erhebt; unsere Industrieunternehmen aber wissen, wie man Daten sinnvoll in industrielle Prozesse integriert. Aufgabe des Staates ist es, die Vernetzung von Daten politisch zu ermöglichen.

Europa darf keine digitale Kolonie werden, in der Daten erhoben, anderswo auf der Welt veredelt und uns in Form von Produkten wieder verkauft werden!

Ich bin überzeugt: Die Weichen sind richtig gestellt. Deutschland bleibt Garant für Wachstum und Wohlstand.