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Erfinder

Das Hardware-Wunderkind

Andreas von Bechtolsheim, Bundessieger Physik 1974


Auf einem Bauernhof nahe dem bayerischen Ammersee aufgewachsen, entwickelt sich Andreas von Bechtolsheim zum „Hardware-Wunderkind“. Der heutige Milliardär ist ein Star unter den Ehemaligen und nährt die Legende eines deutschen Bill Gates. Schon als Sechsjähriger zerlegt der kleine Andreas den Kassettenrekorder seines Vaters und baut das Gerät anschließend wieder funktionsfähig zusammen. Seine Arbeit zur „genauen Strömungsmessung durch Ultraschall“ bringt dem damals 18-Jährigen den Bundessieg im Fachgebiet Physik ein: „Jugend forscht hat mir mehr geholfen als die Schule. Ich habe gelernt, wie man eine Idee verwirklicht, ein Experiment verkauft, andere Leute von etwas Neuem überzeugt.“ Von der Technischen Universität München wechselt von Bechtolsheim mithilfe des renommierten Fulbright-Stipendiums nach Pittsburgh, USA, und erwirbt den Master in Informatik. Als Doktorand der Stanford University gründet er mit drei Kommilitonen 1982 das Stanford University Network, bekannt als SUN Microsystems. Die Firma stellt leistungsstarke, günstige Netzwerk-Computer her und ist bald das am schnellsten wachsende Computerunternehmen weltweit. Von Bechtolsheim gründet weitere Start-ups im Silicon Valley, darüber hinaus ist er als Investor erfolgreich: Mit einem Risikokapital von 100.000 Dollar beteiligt er sich 1998 an der damals neuartigen Internet-Suchtechnologie namens Google.

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Mit magischem Quadrat zur Preisträgerkarriere

Roland Speicher, Bundessieger Mathematik/Informatik 1979

Schon in der Schule ist Mathematik das Lieblingsfach des gebürtigen Saarländers Roland Speicher. Sein Erfolg bei Jugend forscht ist der Startschuss zu einer wissenschaftlichen Karriere. Das sogenannte Magische Quadrat bringt Roland Speicher Glück: Im Team mit seinem Freund Michael Schwarz, erzielt er 1978 erst den Landessieg und ein Jahr später den Bundessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Die Arbeit des damals 19-jährigen Jungforschers trägt den Titel „Untersuchungen über magische n-Dimenser“. Der Gewinn bestätigt Speicher in seiner Absicht, Mathematik und Physik zu studieren – zunächst in Saarbrücken, dann in Freiburg und Heidelberg. Sein Forschungsinteresse gilt der freien Wahrscheinlichkeitstheorie, einem vergleichsweise jungen Gebiet der Mathematik: „Während meines Studiums und später als Wissenschaftler habe ich im Grunde immer die Art von Mathematik weiter betrieben, wie schon bei Jugend forscht.“ Von 2000 bis 2010 lehrt Speicher in Kanada, bevor er an die Universität des Saarlandes nach Saarbrücken berufen wird. Er erhält Ehrungen und Preise, darunter den höchstdotierten Wissenschaftspreis der EU, den ERC Advanced Grant. 2,2 Millionen Euro Preisgeld sind für weitere Forschungen vorgesehen.

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Vom Hobby zum Weltmarktführer

Marec Hase, Landessieger (Nordrhein-Westfalen) Technik 1989

Marec Hase hat das Rad neu erfunden. 1971 in Hattingen geboren, schraubt er bereits als Kind gerne an Fahrrädern herum. Mit 17 konstruiert er ein vorzeigbares Tandem aus zwei Liegeradsitzen und drei Rädern und unternimmt damit gemeinsam mit einem blinden Freund eine dreiwöchige Fahrradtour. Auf Anraten seiner Mutter beteiligt sich Marec Hase an Jugend forscht, obwohl der jugendliche Hobby-Bastler gar nicht das Gefühl hat, „etwas Besonderes geleistet zu haben“. Er erlangt den Landessieg und nimmt noch zwei weitere Male teil, jeweils mit einer Weiterentwicklung des Vorjahresmodells. Allmählich wird aus der „Spielerei“ Ernst, und Marec Hase entschließt sich, dem Thema Fahrrad auch beruflich treu zu bleiben. Nach Abitur und Zivildienst absolviert er eine Lehre als Feinmechaniker und gründet im Anschluss 1994 die Fahrradmanufaktur „Hase Spezialräder“. Erfolg und kontinuierliches Wachstum geben dem Jungunternehmer Recht, der berufsbegleitend noch Maschinenbau studiert. Mit einem ausgefallenen Sortiment aus Liegerädern und Tandems gehört die Firma Hasebikes inzwischen zu den Weltmarktführern und beschäftigt 40 Angestellte. Der Firmensitz ist in einer ehemaligen Zeche in Dortmund.

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Von der Mathematik zur Business Analyse

Sonja Rauner, Bundessiegerin Mathematik/Informatik 1996

Auch bei Sonja Rauner markiert der Wettbewerb rückblickend den Auftakt zu einer steilen Karriere. 1976 in Duisburg geboren, beteiligt sich die Schülerin in der Mittelstufe an einer Jugend-forscht-AG ihres Mathematiklehrers. Zwei Jahre lang widmet sie sich dem Thema „Über eine spezielle Klasse rekursiv definierter Doppelfolgen“ und gewinnt 1996 den Bundeswettbewerb im Fachgebiet Mathematik/Informatik. „Dabei habe ich viele grundsätzliche Dinge gelernt: eine strukturierte und analytische Arbeitsweise, kreative Lösungsfindung und hartnäckige Verfolgung von Themen.“ Ihr Erfolg habe sie „gepusht“ und darin bestärkt, in Bonn Mathematik zu studieren. Nach der Promotion 2005 will sie sich nicht weiter wissenschaftlich spezialisieren und beschließt, in die Wirtschaft zu gehen. Sie steigt bei einer Tochtergesellschaft der Geschäftsbank HSBC Trinkaus & Burkhardt als Business Analystin und Projektmanagerin ein, übernimmt drei Jahre später eine Abteilungsleitung. Seit 2012 leitet sie als Direktorin die Bereiche „Payments Operations“ und „Supplied Services“ und ist Vorgesetzte von rund 100 Mitarbeitern.

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Das Smartphone zieht in den Mathematikunterricht ein

Lennart Kleinwort, Bundessieger Mathematik/Informatik 2013

Da ihm das im Mathe-Unterricht verwendete Geometrieprogramm zu unhandlich und umständlich erscheint, ersinnt der zwölfjährige Lennart Kleinwort aus Zell bei Würzburg mal eben eine Software. Damit wird er 2013 nicht nur Bundessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik, sondern seine Forschungen werden zusätzlich mit dem „Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit“ ausgezeichnet. Mit der selbst programmierte App „FreeGeo“, mit der sich geometrische Figuren auf Smartphones und Tablet-Computern darstellen und per Freihandmodus mit den Fingern verändern lassen, hat Lennart Kleinwort auch internationalen Erfolg: Beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb in Los Angeles gewinnt er neben zwei weiteren Preisen den Intel Foundation Young Scientist Award – ein Stipendium, das dem Jungforscher ein Studium in den USA ermöglicht. Er freut sich, dass er als Begleiterscheinung seiner Wettbewerbserfolge bereits viele Kontakte gewonnen hat, „zu bedeutenden Firmen und Persönlichkeiten, zu Intel, Google, zu einem deutschen Schulbuchverlag und zu Professoren an deutschen Unis“.

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