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Drei Fragen an Ulrich Grillo

„Wenn wir den transatlantischen Wirtschaftsraum nicht stärken, werden sich die Amerikaner zunehmend Asien und anderen aufstrebenden Regionen der Welt zuwenden – zum Schaden von Deutschland und Europa“, sagt Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).
Weil wir jetzt eine einmalige Chance haben, die Weichen für die Zukunft zu stellen, setzt er sich zusammen mit anderen führenden Wirtschaftsvertretern für das Deutschland-Prinzip ein. Denn: Wohlstand wächst nicht von allein. Deshalb fordert er im aktuellen Anzeigenflight der INSM: „Klare Regeln – Echte Chancen. Ein starkes TTIP für Deutschland.“

Was das konkret heißt? Drei Fragen an Ulrich Grillo

1) Was hat Deutschland zu einem wirtschaftlichen starken Land gemacht?

Deutschland profitiert als größte Exportnation Europas über die Maßen vom Freihandel. Jeder vierte Arbeitsplatz in der Bundesrepublik hängt direkt oder indirekt vom Export ab. Mit Freihandelsabkommen wie TTIP können wir unsere Stellung in der Weltwirtschaft sichern und die Bedingungen, wie Waren und Kapital im 21. Jahrhundert getauscht werden, mitgestalten.

2) Wo liegen heute die Defizite und welche Hausaufgaben sollte die Politik angehen?

Deutschland muss den konjunkturellen Rückenwind jetzt nutzen. Unser Land braucht mehr Investitionen, und zwar dauerhaft. Zu den dringend erforderlichen Aufbruchsignalen zählt neben mehr Investitionen in die Infrastruktur mit an vorderster Stelle das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP: Wenn wir den transatlantischen Wirtschaftsraum nicht stärken, werden sich die Amerikaner zunehmend Asien und anderen aufstrebenden Regionen der Welt zuwenden - zum Schaden von Deutschland und Europa.

„Klare Regeln – Echte Chancen. Ein starkes TTIP für Deutschland.“

Ulrich Grillo

3) Was glauben Sie, wie sich Deutschland in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verändern wird?

Wenn wir es richtig anstellen, wird sich Wohlstand und Wertschöpfung auch in Zukunft in Deutschland entfalten können. Jetzt mit dem konjunkturellen Rückenwind ist die richtige Zeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit Investitionen in die Verkehrswege, für den Ausbau der digitalen Infrastruktur, für Städtebau und Klimaschutz. Auch die Wirtschaft muss noch ihre Hausaufgaben machen. Deutschland steht beim Thema Industrie 4.0 weltweit gut da. Wir beherrschen wie kein anderer die industrielle Produktion. Trotzdem müssen wir beim Tempo zulegen. Das gilt vor allem für den Mittelstand, der sich dieser Entwicklung nicht verweigern darf.
 

Weitere Wirtschaftsvertreter, die hinter dem Deutschland-Prinzip stehen: 
Rainer Dulger (Gesamtmetall), Alfred Gaffal (vbw), Arndt G. Kirchhoff (METALL NRW), Ingo Kramer (BDA), Margret Suckale (BAVC), Matthias Wissmann (VDA), Stefan Wolf (Südwestmetall)

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Zitat: Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI)

(*1959 in Köln) Von 1987 bis 1989 war der Diplom-Kaufmann Ulrich Grillo zunächst bei der Arthur Andersen & Co. GmbH in Frankfurt am Main, anschließend bei der A. T. Kearney GmbH in Düsseldorf beschäftigt, bevor er 1993 zur Rheinmetall-Gruppe wechselte. 2001 trat er in den Vorstand der Grillo-Werke AG ein und ist seit 2004 dessen Vorsitzender. Grillo engagiert sich in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten. 2013 wurde er einstimmig zum Präsidenten des BDI gewählt.