Schuldenatlas der öffentlichen Haushalte

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Schuldenatlas Deutschland - die Topregionen

  • Alle öffentlichen Haushalte zusammen genommen, lag der bundesweit durchschnittliche Schuldenanstieg pro Kopf 1998 - 2008 bei 4.509 Euro. In den Ländern, Kreisen und Städten war die Entwicklung aber sehr unterschiedlich. 

  • Der Schuldenatlas zeigt, wie unterschiedlich sich die langfristigen Verbindlichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen von 1998 bis 2008 in den Regionen entwickelt haben. Klicken Sie sich durch einige Beispiele aus den Bundesländern.

  • Quellen: Statistische Ämter des Bundes und der Länder.

  • Sachsen

    Die Frauenkirche in Dresden. Durch die Privatisierung der städtischen Wohnungsgesellschaft ist Dresden schuldenfrei. Die langfristigen Schulden Sachsens stiegen von 1998 bis 2008 um nur 100 Euro pro Kopf. Das ist im Vergleich der Bundesländer der geringste Schuldenanstieg in diesem Zeitraum.

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  • Bayern

    Luftansicht von Kempten im Allgäu. Mit Schweinfurt, Kempten, Bamberg, Ansbach, Ingolstadt, Coburg und Kaufbeuren liegen gleich sieben bayerische Städte unter den Top Ten der Kommunen, deren Verschuldung sich von 1998 bis 2008 am positivsten entwickelt hat. Viele bayerische Kommunen haben Schulden abgebaut, zugleich stieg die langfristige Pro-Kopf-Verschuldung des Freistaats in diesem Zeitraum um lediglich 231 Euro Euro. 

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  • Baden-Württemberg

    Heilbronn. Auf kommunaler Ebene wurden hier pro Einwohner 925 Euro öffentliche Schulden im Zeitraum 1998 bis 2008 abgebaut. Das sichert Heilbronn vor Stuttgart und Baden-Baden den ersten Rang in Baden-Württemberg. Die langfristigen Schulden auf Landesebene stiegen in Baden-Württemberg von 1998 bis 2008 um 1.181 Euro pro Kopf.

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  • Hessen

    Frankfurt mit seiner charakteristischen Skyline. Der Finanzplatz hat von 1998 bis 2008 je Einwohner 2.715 Euro Schulden abgebaut. Das ist mit Abstand der beste Wert in Hessen vor dem Odenwaldkreis und Darmstadt. Die langfristigen Schulden Hessens stiegen zwischen im gleichen Zeitraum um 1.501 Euro pro Kopf - Platz vier im Sparvergeich der Länder. 

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  • Mecklenburg-Vorpommern

    Wohnhäuser in Neubrandenburg. Hier wurden die Schulden je Einwohner um 1.092 Euro je Einwohner verringert. Auch Müritz, Rügen und viele andere Landkreise haben Schulden abgebaut. Die langfristigen Schulden Mecklenburg-Vorpommerns stiegen vom Vergleichsjahr 1999 bis einschließlich 2008 um 1.968 Euro pro Kopf.  

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  • Niedersachsen

    Braunschweig. Die Stadt liegt niedersachsenweit auf dem dritten Rang im Sparvergleich hinter Oldenburg und dem Landkreis Göttingen. Die drei Kommunen haben in zehn Jahren jeweils mehr als 900 Euro Schulden pro Einwohner abgebaut, auch andere konnten Schulden verringern. Die langfristigen Schulden Niedersachsens stiegen von 1998 bis 2008 um 2.092 Euro pro Kopf.  

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  • Nordrhein-Westfalen

    Die Königsallee in Düsseldorf. Mit einem Schuldenabbau um 2.572 Euro pro Kopf von 1998 bis 2008 liegt die Landeshauptstadt an der Spitze vor Bielefeld und Duisburg mit um 2.243 und 1.058 Euro verringerten Schulden. Die langfristigen Schulden Nordrhein-Westfalens stiegen im gleichen Zeitraum um 2.238 Euro pro Kopf.

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  • Brandenburg

    Deichbau in Prignitz. Der Landkreis hat in den zurück liegenden zehn Jahren bis 2008 je Einwohner 523 Euro an Schulden abgebaut und liegt damit vor Potsdam-Mittelmark mit einem Schuldenabbau von 487 Euro im gleichen Zeitraum. Die langfristigen Schulden Brandenburgs stiegen von 1998 bis 2008 um 2.590 Euro pro Kopf.

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  • Rheinland-Pfalz

    Marktplatz von Landau/Pfalz. Die Stadt liegt mit einem Schuldenabbau von 684 Euro pro Kopf ganz vorn in Rheinland-Pfalz. Hier haben insgesamt sieben Städte und Kreise ihre Kreditmarktschulden von 1998 bis 2008 verringert, die übrigen haben weitere Schulden gemacht. Die langfristigen Schulden von Rheinland-Pfalz stiegen in diesem Zeitraum um 2.071 Euro pro Kopf.

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  • Schleswig-Holstein

    U-Boot in einer Kieler Werft. Kiel liegt in Schleswig-Holstein mit 319 Euro pro Kopf auf Rang zwei in Schleswig-Holstein beim Schuldenabbau von 1998 bis 2008. Auf dem ersten Rang steht Flensburg, das seine Schulden um 1.468 Euro je Einwohner verringern konnte. Die langfristigen Pro-Kopf-Schulden Schleswig-Holsteins stiegen in diesem Zeitraum um 2.569 Euro.

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  • Thüringen

    Bagger vor dem Universitätsklinikum Jena. Die Stadt hat ihre langfristigen Schulden von 1998 bis einschließlich 2008 um 799 Euro pro Kopf verringert, auch viele andere Kommunen in Thüringen konnten Verbindlichkeiten abbauen. Allerdings sind die Kreditmarktschulden auf Landesebene im gleichen Zeitraum um 2.993 Euro pro Kopf gestiegen.

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  • Sachsen-Anhalt

    Das Bauhaus in Dessau. Der Landkreis Börde hat mit 283 Euro je Einwohner von 1998 bis 2008 von den Kommunen in Sachsen-Anhalt am meisten Schulden abgebaut. Zu den wenigen Städten und Kreisen des Bundeslandes, denen eine Verringerung der Kreditmarktschulden in diesem Zeitraum gelungen ist, zählt auch Dessau-Roßlau. Die langfristigen Schulden Sachsen-Anhalts stiegen um 3.850 pro Kopf.

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Öffentliche Haushalte: Die Schuldenschere der Regionen klafft auseinander

Image Öffentliche Haushalte: Die Schuldenschere der Regionen klafft auseinander

Die Schulden der öffentlichen Haushalte haben sich schon vor der aktuellen Wirtschaftskrise sehr unterschiedlich entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der langfristigen Pro-Kopf-Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen im Auftrag der INSM. Experte Prof. Dr. Winfried Fuest fordert, auch auf kommunaler Ebene eine Schuldenbremse einzurichten.

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