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26. Sep 2013

Offener Brief
Chance2020: Reformen anstoßen - demografischen Wandel bestehen!

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Mit diesem - in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. September 2013 veröffentlichten - offenen Brief fordern Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die kommende Bundesregierung auf, sich den Herausforderungen des demografischen Wendels zu stellen. Damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt, müssen Reformen im Arbeitsmarkt, beim Rentensystem und bei der Energieversorgung auf den Weg gebracht werden. 

Offener Brief Chance2020

Liebe neue Bundesregierung,

Deutschland hat sich in nur acht Jahren vom „kranken Mann Europas“ zum „Kraftwerk des Kontinents“ entwickelt. Unternehmer und Arbeitnehmer wissen zu schätzen, dass wir die Finanz- und Wirtschaftskrise im Vergleich zu fast allen anderen Ländern Europas besser überstanden haben. Heute sind wir mit unseren innovativen Industrieprodukten und Dienstleistungen international hochgradig wettbewerbsfähig. Die Erwerbstätigenquote ist mit die höchste, die Jugendarbeitslosigkeit die niedrigste in der EU – zwei bedeutende Faktoren für wirtschaftliche und soziale Stabilität.

Besinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien

Diese Erfolge waren nur möglich, weil Deutschland verkrustete Strukturen aufgebrochen und einen konsequenten Reformkurs durchgehalten hat. Erst gemeinsame Anstrengungen von Politik, Unternehmen und Tarifpartnern konnten den Reformstau lösen. Die Besinnung auf die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft mit einem freien, wettbewerblichen und damit dynamischen Unternehmertum schaffte die Grundlage für die wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit von heute.

Herausforderung Demografie

Die offensichtlichen Erfolge sind kein Anlass für Selbstzufriedenheit und Passivität. Im Zuge des demografischen Wandels wird die Lebenswirklichkeit in Familien und Unternehmen von immer mehr älteren Menschen geprägt sein. Das fordert Arbeitsmarkt, Gesundheitsvorsorge und Rentensystem, Unternehmen und öffentliche Hände grundlegend heraus. Unser bestimmender Erfolgsfaktor – die Innovationskraft – ist gefährdet, wenn immer weniger Menschen arbeiten und gleichzeitig mehr Ältere versorgen müssen. Es droht eine Abwärtsspirale, die Deutschlands wirtschaftliche und soziale Stabilität substanziell schädigen wird.

Was ist zu tun?

Deutschland kann Reformen, das ist bewiesen. Doch diesmal müssen wir rechtzeitig die Weichen stellen, damit nicht wieder Nullwachstum und Rekordarbeitslosigkeit die Agenda bestimmen.

  • Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die auf Wettbewerb setzt, Innovationen fördert und nicht blockiert, um Deutschlands Rolle als Wachstumslokomotive Europas zu stärken. Eine Energiepolitik mit Augenmaß und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Basis für eine wettbewerbsfähige Industrie.
  • Wir brauchen ein transparentes Steuersystem, das Leistung respektiert.
  • Wir brauchen eine Haushaltspolitik, die den Schuldenberg abbaut und so Generationengerechtigkeit fördert.
  • Wir brauchen eine Bildungspolitik, die allen gute Startchancen eröffnet.
  • Wir brauchen einen Arbeitsmarkt, der auf Leistungsbereitschaft, Flexibilität und Mobilität setzt und beruflichen Ein- und Aufstieg zulässt. Und wir brauchen Reformen zur Finanzierung unserer sozialen Sicherungssysteme. Nur so können wir den Bedürfnissen der älter werdenden Gesellschaft Rechnung tragen und gleichzeitig den dramatisch abnehmenden Teil der arbeitenden Bevölkerung vor untragbaren Belastungen schützen.

Wenn wir jetzt gemeinsam vorausschauende Reformen in die Wege leiten, die sich an den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft orientieren, werden wir auch 2020 in einem wettbewerbsfähigen und gerechten Deutschland leben.

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Aberle
Richard Neumayer Gesellschaft für Umformtechnik mbH

Karoline Beck
IWG Isolier Wendt GmbH

Prof. Dr. h. c. Roland Berger
Roland Berger Strategy Consultants GmbH

Frank A. Bergner
Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG

Jörg Böger
Reiher GmbH

Werner Borgmeier
H. Borgmeier GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Christoph Burmann
Universität Bremen

Cathrina Claas-Mühlhäuser
Claas KGaA mbH

Dr. h. c. Wolfgang Clement
Kuratoriumsvorsitzender der INSMsowie Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft a. D.

Prof. Dr. Juergen B. Donges
Universität zu Köln

Reinhold von Eben-Worlée
E. H. Worlée & Co. (GmbH & Co.) KG

Stephan Eirich
Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co. KG

Dr. Harald Frank
Gebr. Frank GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Manuel Frondel
Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung

Florian Gerster
Staatsminister a. D.

Prof. em. Dr. Egon Görgens
Universität Bayreuth

Martin Kannegiesser
Herbert Kannegiesser GmbH, Vorsitzender des Beirats der INSM

Dr. Eberhard von Koerber
Eberhard von Koerber AG

Dietrich Kramer
Berg & Co. GmbH Spanntechnik

Dr. Dieter Kress
Mapal Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG

Frans Th. H. Kurvers
apt Hiller GmbH

Manfred Kurz
Adolf Würth GmbH & Co. KG

Dr. Harald Marquardt
Marquardt GmbH

Oswald Metzger
Publizist

Hans-Burkhard Meyer
KROENERT GmbH & Co. KG

Tobias Müller
Paul Müller Transport- und Verpackungsmittel GmbH

Marie-Christine Ostermann
Rullko Großeinkauf GmbH & Co. KG

Dr. Walther Otremba
Staatssekretär a. D.

Hubertus Pellengahr
Geschäftsführer Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH

Lena Petersen
WIBO-WERK GmbH Hamburg

Stefan Pollmeier
ESR Pollmeier GmbH

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Arndt Rautenberg
Rautenberg Capital GmbH

Prof. Randolf Rodenstock
Rodenstock GmbH

Jürgen Röders
Röders GmbH

Hanns-Gerhard Rösch
WAFIOS Aktiengesellschaft

Klaus Rutz
Ecolab Engineering GmbH

Prof. Dr. Dagmar Schipanski
Studienkolleg zu Berlin

Wolfgang K. Schlieper
WILKA Schließtechnik GmbH

Alfred Schopf
Leica Camera Aktiengesellschaft

Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart
ALTANA Kulturstiftung GmbH

Dietmar Siemssen
Stabilus GmbH

Dr. Hermann Otto Solms
Vizepräsident des Deutschen Bundestages

René Spangenberg
CAM Chemieanlagenbau GmbH

Dr. Jürgen Stark
Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank a. D.

Erwin Staudt
Ehrenpräsident des VfB Stuttgart

Prof. Dr. Thomas Straubhaar
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)

Prof. Dr. Ulrich van Suntum
Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Dr. Karl Tack
RHODIUS Mineralquellen und Getränke GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Hans Tietmeyer
Präsident der Deutschen Bundesbank a.D.

DDr. Michael Tojner
Montana Tech Components AG

Werner Wagner
WAGNER Group GmbH

Dr. Theo Waigel
Bundesminister der Finanzen a. D.

Gerhard Witzany
Nabaltec AG

Prof. Dr. Ralph M. Wrobel
Westsächsische Hochschule Zwickau

Dr. Henning Ziemer
Synthopol Chemie Dr. rer. pol. Koch GmbH & Co. KG

Dr. Christoph Zschocke
ÖKOTEC Energiemanagement GmbH