Der Lebensstandard in den Neuen Ländern
Das Warenangebot und auch die Ausstattung der Haushalte in den Neuen Bundesländern mit langlebigen Gebrauchsgütern hat nach wissenschaftlichen Studien das Westniveau erreicht. Das gilt auch für die Infrastruktur in der früheren DDR. Eine Bestandsaufnahme.
Wohlstand für Alle: Ost und West sind auf Augenhöhe

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- Vergleich der benötigten Arbeitszteit um sich Konsumgüter leisten zu können.
- Für hochwertige Konsumgüter muss man heute vielfach nicht mehr so lange arbeiten, wie noch zu DDR-Zeiten.
Beim Wohnen und der Ausstattung mit Konsumgütern herrscht Zufriedenheit – ein Bericht der SUPERillu auf Basis von Fakten einer Studie der FU Berlin und einer Expertise des ifo-Instituts Dresden.
Wer eine harte Währung in der Tasche hat, hat mehr zum Konsumieren. Nicht zuletzt, weil die ostdeutschen Lohn- und Gehaltstarife bereits Mitte der 90er Jahre etwa 90 % (heute: 97 %) des westdeutschen Niveaus erreicht hatten, konnten sich die Ostdeutschen zügig mit Gebrauchsgütern eindecken.

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- Ein starker Anstieg an privatem Autobesitz in Ostdeutschland seit 1989.
- Autobesitz: Hier liegt der Osten bezogen auf die Einwohnerzahl vor dem Westen!
Allein zwischen 1990 und 1993, so belegt die »Schroeder-Studie« leistet sich etwa jeder Zweite einen neuen Pkw, ebenfalls jeder Zweite einen neuen Farbfernseher, knapp jeder Dritte eine neue Waschmaschine. 2006 liegt das tatsächlich verfügbare Einkommen, das neben Vermögenseinkommen auch Sozialtransfers berücksichtigt, bei immerhin 78 Prozent des Westens – neuere Zahlen, bedauert Prof. Schroeder, sind derzeit nicht erhältlich.

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- Eine Statistik zum Angleich des Lebensstandards von Ostdeutschland an Westdeutschland.
- Die Ausstattung der Ost-Haushalte hat Westniveau.
Die schon nach wenigen Jahren Vereinigung erreichte annähernd gleiche Ausstattung der Haushalte, vor allem mit langlebigen Konsumgütern, kann, so das Gutachten, „als sichtbarer Ausdruck des geradezu atemberaubenden Angleichungsprozesses zwischen Ost und West angesehen werden“. Interessant: Bei den Unter 45-Jährigen liegen, so Prof. Schroeder, ostdeutsche Haushalte in der Ausstattung mit Autos heute zum Teil sogar „erheblich über dem westdeutschen Niveau“.
Wer die Möglichkeiten hat, und nun auch mobil ist, der reist auch gerne. Während Mitte der 90er Ostdeutsche noch deutlich weniger für Reisen ausgaben, liegt die Quote 2008 bei 99 Prozent des Westwertes. Wer zudem auf ostdeutschen Straßen unterwegs ist, spürt bei jedem fehlenden Schlagloch „Marke Transitstrecke“, dass unter anderem auch hier etliches der über 70 Milliarden Euro verbaut wurde, mit denen von 1991 bis 2007 infrastrukturelle Verbesserungen finanziert wurden.
1800 Kilometer neue und modernisierte Straßen wurden im Osten der Republik bis Ende 2007 für den Verkehr freigegeben. Nicht zu reden von den top-modernen Flughäfen wie etwa Leipzig-Halle oder dem zum Teil nagelneuen Hochgeschwindigkeits- Schienennetz, für das so manche Region im alten Westen froh und dankbar wäre.
Fein: Sich mehr leisten können, mit weniger Arbeit!

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- Vergleich der benötigten Arbeitszteit um sich Konsumgüter leisten zu können.
- Für hochwertige Konsumgüter muss man heute vielfach nicht mehr so lange arbeiten, wie noch zu DDR-Zeiten.
Die Fakten: Wer sich die notwendige Arbeitszeit für die Anschaffung von Konsumgütern im Zeit- und im Ost/ West-Vergleich ansieht, stellt fest, dass nur bei wenigen der betrachteten Güter (wie beispielsweise Kartoffeln) in der DDR ein geringerer Arbeitseinsatz zum Kauf der entsprechenden Produkte erforderlich war als in der damaligen Bundesrepublik. Den in vielen Bereichen der Grafik ablesbaren Rückgang des Arbeitseinsatzes, wertet Joachim Ragnitz vom ifo-Institut als „deutlichen Wohlstandsgewinn“.

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- Sanierung eines Plattenbaus der ehemaligen DDR.
- dpa
- Viele Plattenbauwohnungen in der DDR sind oder werden inzwischen aufwändig saniert.
Die Fakten: Seit der Vereinigung, so ermittelt die »Schroeder-Studie«, wurden in Ostdeutschland über eine Million Wohnungen, sei es als Mietobjekt oder Eigenheim, fertiggestellt. Allein im Rahmen des Wohnraum-Modernisierungsprogramms erhielten bis Ende 2007 knapp 750 000 Antragsteller zudem gut 45 Milliarden Euro. Gründe dafür, dass sich heute die Werte zur Wohnzufriedenheit in Ost und West angeglichen haben. Die Menschen ziehen vielfach aus den einst heiß begehrten Plattenbauten aus, was heute zu massiven Abrissen derselben führt.
Die verfügbare Wohnfläche je Einwohner, so Joachim Ragnitz in der ifo-Studie, hat sich gegenüber den DDR-Zeiten verbessert. Im Durchschnitt verfügen Bürger im Osten heute über 38,6 Quadratmeter Wohnfläche – das sind 11 qm mehr als noch 1989.
INSM
Das Reformportal



