Soziale Marktwirtschaft

2009 schauen wir zurück auf 60 Jahre Bundesrepublik. Der Aufstieg des Landes zu einer der führenden Industrienationen der Welt wäre nicht möglich gewesen ohne die Soziale Marktwirtschaft. Ludwig Erhard hat dieses Wirtschafts- und Sozialsystem zum Teil gegen große Widerstände nach dem Krieg in die Tat umgesetzt und zumindest im Westen des damals geteilten Landes Wohlstand für alle wahr gemacht. Lesen Sie in diesem Dossier, wo die Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft liegen, was dieses System so erfolgreich gemacht hat – und warum die Soziale Marktwirtschaft auch in Zukunft der beste Weg zu mehr Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand ist.

60 Jahre Soziale Marktwirtschaft Stimmen aus der Wissenschaft

Befragt wurden hier vor allem Ökonomen, Politik- und Geschichtswissenschaftler. Diese sind sich darin einig, dass das Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft der Grundstein für individuellen Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt ist.

Prof. Dr. Claudia Kemfert

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Prof. Dr. Claudia Kemfert

"Die Soziale Marktwirtschaft ist der elementare Grundstein des heutigen Wirtschaftens, ohne die individueller Wohlstand in der gesamten Bevölkerung kaum denkbar wäre."

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Professorin für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität Berlin

Hon.-Prof. Dr. Daniel Koerfer

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Hon.-Prof. Dr. Daniel Koerfer

"Mit Ludwig Erhards Sozialer Marktwirtschaft hat unser überbordender, obendrein auf Pump finanzierter Sozialstaat kaum noch ewas zu tun. Dass sich dennoch nahezu alle Parteien ohne wirkliches Verständnis auf seine Wirtschaftskonzeption berufen, hat Erhard schon zu Lebzeiten maßlos geärgert. Zu einer "Revitalisierung der Marktwirtschaft" in seinem Sinne wird es aber nicht kommen - dafür fehlen die politischen Mehrheiten und die ökonomischen Grundkenntnisse bei Wählern wie Gewählten."

Hon.-Prof. Dr. Daniel Koerfer, Historiker am Friedrich-Meinecke-Institut der FU-Berlin

Prof. Dr. Joachim Möller

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Prof. Dr. Joachim Möller

" Ludwig Erhard steht für die Balance zwischen Markt und Staat. Ein standfester Staat schafft klare Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb und lockt die Produktivkräfte des Marktes hervor. Das schafft zugleich Spielraum für soziale Korrekturen."

Prof. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg

Prof. Dr. Norbert Walter

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"Wie Erhard wünsche ich mir, dass Zivilcourage als Wert in unserer Gesellschaft verstanden wird und damit die Basis für Selbstvertrauen etabliert wird. Nur dann hat Marktwirtschaft eine Chance und Wohlstand für alle kann entstehen."

Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank

Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos

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"Garant einer Sozialen Marktwirtschaft ist und bleibt die freie Marktwirtschaft. Für die Zukunftsfähigkeit unserer westlichen Demokratien ist daher ein ethischer Kapitalismus unabdingbar."

Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, Unternehmerin, Professorin für US-Außenpolitik an der Univ.Potsdam und FDP-Außen-und Sicherheitspolitikerin

Dr. Ulrike Reisach

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"Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft ist der Rahmen für das, was die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb auszeichnet: hohe Qualitätsmaßstäbe, langfristige Planung sowie Verlässlichkeit gegenüber Geschäftspartnern und Mitarbeitern."

Prof. Dr. Ulrike Reisach, Wirtschaftswissenschaftlerin und Autorin; Professorin für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenskommunikation, Hochschule Neu-Ulm

Dr. Hans-Jörg Hennecke

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"Es gibt heutzutage viele falsche Freunde der Sozialen Marktwirtschaft, deren wichtigstes Argument für die Marktwirtschaft nur noch darin besteht, dass diese einen möglichst großzügigen Sozialstaat finanzieren hilft. Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft war dagegen ein Bekenntnis zu Selbstbestimmung und Selbstverantwortung als Grundwerten für alle Fragen der Wirtschafts- und der Sozialordnung. Erhards Botschaft lautete: Die Marktwirtschaft ist nicht wertlos, sondern die notwendige Bedingung für eine menschenwürdige Gesellschaft und deshalb sozial."

Dr. Hans-Jörg Hennecke, Privatdozent am Institut für Politikwissenschaften der Universität Duisburg-Essen

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