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INSM-Dossier Kindergarten & Co.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft macht sich für eine bessere frühkindliche Förderung stark. Denn das ist das beste Mittel gegen Bildungsarmut. Bereits vor der Schule werden die entscheidenden Weichen gestellt, ob man später im Beruf erfolgreich sein wird.

Leitartikel Kindergarten: Kostenlos für alle

Bildungsinvestitionen im frühkindlichen Alter zahlen sich besonders gut aus. Denn hier wird das frühkindliche Lernfenster genutzt. Erfahren Kinder in dieser Phase keine Förderung, so können spätere Schulversager-Laufbahnen vorprogrammiert sein. Deshalb müssen möglichst alle Kinder den Kindergarten besuchen. Und darum sollte das ab dem dritten Geburtstag flächendeckend kostenlos möglich sein.

Ein Gastkommentar von ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki
 

ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki
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ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki
ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki

Der Kindergartenbesuch ab dem dritten Geburtstag muss in Deutschland flächendeckend kostenlos sein. Das fordert ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki. Diese Bildungsinvestition im frühkindlichen Alter zahle sich aus. Die Journalistin stützt sich dabei auf eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Die Berechnungen weisen nach: Anfängliche Mehrkosten könnte der Staat bereits nach wenigen Jahren wieder einspielen. Lesen Sie hier das Plädoyer für kostenlose Kindergartenplätze von ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki.

 

Spätestens seit Deutschland bei der PISA-Studie nur im Mittelfeld landete, wird über Lösungen diskutiert. Passiert ist wenig bis nichts.

Dabei weiß jeder, wo man ansetzen müsste: in der frühkindlichen Bildung. Namhafte Entwicklungspsychologen und Bildungsforscher haben längst belegt, wie groß die intellektuelle Aufnahmefähigkeit von Vorschulkindern ist. Wie leicht Drei- bis Sechsjährige Sprachen lernen. Wie einfach es ist, ihnen Zahlenverständnis und naturwissenschaftliche Zusammenhänge nahe zu bringen.

Ein Teil der deutschen Eltern nutzt dies längst für ihr Kind: wohlhabende Väter und Mütter, die dafür sorgen, dass ihre Kinder so früh wie möglich viele Anregungen bekommen. In guten Tageseinrichtungen, in Waldkindergärten, in musikalischer Früherziehung.

Kinder, deren Eltern weder Zeit noch Geld noch Zugang zu entsprechenden Einrichtungen haben, bleiben auf der Strecke.

Migrantenkinder, die wir demnächst einem vorschulischen Sprachtest unterziehen wollen - ohne ihnen vorher die Chance gegeben zu haben, Deutsch zu lernen. Kinder aus belasteten Familien, deren Eltern ihren eigenen Alltag nur mit Mühe meistern. Kinder aus Familien, die aus Geldknappheit die Kindergartenanmeldung scheuen - und oft nicht wissen, dass sie gar nichts bezahlen müssten.

Führt man sich diese Fakten vor Augen, weiß man sofort, was getan werden muss:

  • Der Kindergartenbesuch in Deutschland muss kostenlos werden - ab dem dritten Geburtstag. Damit wird der Besuch einer Kindertageseinrichtung so normal wie später der Schulbesuch, mit den Gebühren fällt eine wichtige Hemmschwelle. Die Kostenfreiheit wird für steigende Anmeldezahlen sorgen, das belegen Erfahrungen aus entsprechenden Versuchen.
  • Zusätzlich braucht Deutschland eine Kindergartenpflicht fürs letzte Jahr vor der Schule. Damit wird der Kindergarten endgültig Bestandteil des Bildungssystems - mit der Notwendigkeit, für diese Einrichtung auch Bildungsvorgaben zu formulieren, die Erzieherinnen besser zu qualifizieren.
    Solche Ideen scheiterten bislang immer daran, dass Deutschland dafür kein Geld hat.

Deswegen freuen wir uns, dass die Studie, die das Institut der Deutschen Wirtschaft im Auftrag der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" erstellt hat, belegt: Geld für frühkindliche Bildung auszugeben ist keine "Sozialleistung", sondern eine lohnende Investion, die sich innerhalb weniger Jahre zum Wohl der ganzen Gesellschaft auszahlt.

Deshalb gibt es jetzt die ELTERN-Aktion "Kindergarten - kostenlos für alle!"

Marie-Luise Lewicki
Chefredakteurin "ELTERN"

 

 

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