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24. Jun 2008

Studie
Schulbücher im Vergleich

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Die Studie ist die größte ihrer Art - über 140 Schulbücher wurden von den Braunschweiger Forschern im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) analysiert. Zentrales Ergebnis: Die in deutschen Schulbüchern abgebildete Arbeitswelt ist primär eine Welt der Arbeitnehmer.

Jugendliche und junge Erwachsene haben offenbar großes Interesse an wirtschaftlichen Themen. Folgt man einer neueren Studie des Bundesverbandes deutscher Banken, so wollen sie wissen, wie man mit Geld umgeht, wie sie ihre beruflichen und privaten Finanzentscheidungen fundiert treffen können und verstehen, wie Wirtschaft im betrieblichen, im nationalen und im globalen Rahmen funktioniert. Und sie haben im Allgemeinen eine neutrale oder positive Einstellung zu Unternehmern und unternehmerischer Selbständigkeit. Wie aber werden die Jugendlichen in der Schule auf diese Themen vorbereitet? Wird ihr Interesse an Wirtschaft aufgenommen und gefördert? Welches Bild von Unternehmen und Unternehmertum zeichnet die Schule? Fördert es eine konstruktiv-kritische Annäherung und eine grundsätzliche Offenheit gegenüber wirtschaftlicher Selbständigkeit und Eigenverantwortung? Oder wird ihr Bedürfnis nach ökonomischem Wissen – wie jüngst zu lesen war – durch Negativbilder von „Wirtschaftsbossen“ und durch eine defensive Grundhaltung in der Diskussion der Folgen von Globalisierung eher erstickt?

Die Vermittlung wirtschaftswissenschaftlichen Grundwissens und ökonomischer Bildung ist inzwischen unbestritten zu einer Aufgabe der Schulen geworden und in den Lehrplänen und Bildungsvereinbarungen aller Bundesländer verankert. Unterschiedliche Auffassungen gibt es jedoch erstens darüber, ob das Thema angemessen nur als eigenes Unterrichtsfach behandelt werden kann und zweitens, inwieweit es wertneutral, nach allen Seiten offen und multiperspektivisch dargestellt werden soll und kann.

Diese Studie untersucht nicht die schulische Praxis ökonomischer Bildung. Sie konzentriert sich vielmehr auf Schulbücher. Da diese wiederum weitestgehend den Lehrplanvorgaben der Länder folgen, lässt sich so erschließen, welche Wissensbestände und Wertemuster in Bezug auf wirtschaftliche Prozesse und Akteure in den Schulen gegenwärtig transportiert werden sollen. Die Studie folgt einem Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Darstellung von Unternehmern und Staat in deutschen, englischen und schwedischen Schulbüchern vergleichend zu untersuchen. 

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