INSM-Dossier Steuern

Des Finanzministers Freud ist des Bürgers Leid: Beim Niveau von Steuern und Abgaben liegt Deutschland an der Weltspitze. Durch die in den vergangenen Jahren gute Konjunktur flossen die Steuereinnahmen zur Freude des Bundesfinanzministers wie lange nicht mehr. Angesichts der Tatsache, dass wir rund ein halbes Jahr nur für den Staat arbeiten, muss aber auch eine Debatte über mehr Netto – also über die Entlastung der Bürger und Unternehmen – geführt werden. Dieses INSM-Dossier liefert den Hintergrund zum Thema. 

INSM STANDPUNKTE / FAKTEN

BEI STEUERN UND ABGABEN LIEGT DEUTSCHLAND AN DER WELTSPITZE

Deutschland nimmt im internationalen Vergleich bei der Belastung mit Steuern und Sozialbeiträgen eine Spitzenposition ein – und dies bereits seit vielen Jahren. Das kostet Wachstum und Beschäftigung, so internationale Studien, wie etwa von der OECD. 

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WIE DER STAAT SICH DAS GELD BEI DEN BÜRGERN HOLT

Der Staat schröpft seine Bürger. Die Steuer- und Soziallastquote beläuft sich auf mehr als 50 Prozent, das heißt: Jeder arbeitet rund ein halbes Jahr für den Staat. Zu einer nachhaltigen Steuerreform kann sich die Politik jedoch nicht durchringen. 

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ÄRGERNIS STEUERPROGRESSION: WENN VON DER LOHNERHÖHUNG NICHTS ÜBRIG BLEIBT

Der progressive Einkommensteuertarif verfolgt umverteilungspolitische Ziele. Gut verdienende Steuerpflichtige sollen damit nicht nur absolut, sondern auch relativ stärker belastet werden. In der Praxis trifft die kalte Progression paradoxerweise jedoch vor allem die Mittelschicht. 

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VON ALKOPOPSTEUER BIS UMSATZSTEUER: BEIM BESTEUERN IST DIE POLITIK KREATIV

Der Fiskus kassiert die Bürger in Deutschland vielfältig ab. Es gibt etwa 40 Steuerarten und darüber hinaus eine Reihe steuerähnlicher Abgaben. Das Gros der Steuereinnahmen stammt aber aus nur wenigen Quellen wie der Lohn- und Einkommensteuer sowie die Umsatzsteuer. 

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UNTERNEHMENSSTEUER- REFORM NÜTZT STANDORT

Der parlamentarische Schlagabtausch im Bundestag war heftig. Doch die im Jahr 2008 verabschiedete Unternehmenssteuerreform nützt allen. Denn sie sorgt endlich dafür, dass Deutschland international wettbewerbsfähige Steuersätze für seine Unternehmen hat. 

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INSM-HINTERGRUND: MEHR NETTO – UND WIE DIE PARTEIEN SICH POSITIONIEREN

KANN DER STAAT STEUERN SENKEN UND TROTZDEM SCHULDEN ABBAUEN?

Steuersenkungen sind möglich, auch ohne die Haushaltskonsolidierung zu gefährden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Die im Sommer 2008 vorgestellte Expertise und steht im Widerspruch zur Auffassung der Koalition. 

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CDU, B 90/ GRÜNE, FDP, SPD: DIE KONZEPTE DER PARTEIEN

Die Steuerpolitik ist wieder auf die Agenda der Politik gerückt. Zuerst machte sich die CSU für Entlastungen stark. Dann folgten Sozialdemokraten und Liberale mit ihren Konzepten. Doch plädieren auch Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten 2008 für Entlastungen. 

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