INSM-Dossier Schuldenbremse für Europa
Europa kämpft um seine gemeinsame Währung. Die Rettung wird nur gelingen, wenn die Euro-Staaten zu strukturellen Reformen und konsequenter Haushaltskonsolidierung bereit sind. Die Transferunion mit immer größeren Bürgschaften des deutschen Steuerzahlers kann keine Lösung sein. Jedes Land muss sich den eigenen Herausforderungen stellen. Das INSM-Dossier gibt einen Überblick, wo Europa steht und wie die Krise gemeistert werden kann.
Vielleicht behält der langjährige Wirtschaftsweise Bert Rürup Recht: Der Euro sei ein „Hidden Champion“ – wenn er jetzt aus den ersten großen Fehlern lernt, kommt sein Erfolg auf den Finanzmärkten noch.
Doch der Weg dahin wird auf jeden Fall steinig und schwer. Ein Scheitern der Währungsunion ist nicht ausgeschlossen. Es kommt sowohl darauf an, den Ordnungsrahmen der Euro-Zone zu stärken als auch einen Stabilitäts- und Wachstumspakt mit Biss zu installieren. Auch die Mitgliedsstaaten müssen eine Zeitenwende hinlegen: Die lange Phase sorglosen Schuldenmachens geht vorbei.
Die Stabilität der Euro-Zone steht und fällt mit einer glaubhaften Staatssanierung – zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Centrums für Europäische Politik (CEP) in Freiburg im Auftrag der INSM. Ein zentrales Ergebnis: „Die Verankerung von Schuldenbremsen in der jeweiligen nationalen Verfassung ist grundsätzlich geeignet, die Staaten zu einem Abbau nicht nachhaltiger Schulden zu veranlassen“, so formuliert es das Expertenteam rund um den CEP-Vorstandsvorsitzenden Professor Lüder Gerken. Zugleich müssten die insolvenzbedrohten Staaten aber auch realwirtschaftliche Reformen anpacken, „um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und dadurch Leistungsbilanzdefizite abzubauen“.
Was sagen die harten Daten in diesen Krisenländern? Warum bieten Schuldenbremsen, wie sie das CEP vorschlägt, einen Ausweg? Und welche weiteren Lösungsschritte müssen unternommen werden? Das INSM-Dossier schafft Transparenz bei den wichtigen Fragen zur nachhaltigen Stabilität in Europa.
Abonnieren Sie die RSS-Feeds der Initiative
Lesen Sie alle Publikationen der INSM auf Scribd
-
23. Mai 2012
5 vor 10: OECD, Energiewende, Euro-Diskussion, Facebook, US-Wirtschaftspolitik
1. OECD warnt vor Teufelskreis in der Eurozone (faz.net) Der Eurozone stehe eine schwere Rezession bevor, warnt die Organisation für ...
-
22. Mai 2012
“Jede Volkswirtschaft braucht eine wettbewerbsfähige industrielle Basis”
Die Probleme in Europa sind nicht konjunktureller, sondern struktureller Natur. Wenn wir weiter wachsen wollen, müssen dringend Ressourcen aus dem ...
-
22. Mai 2012
5 vor 10: Island, Roboter, Währungsalternativen, China, Sparvorschläge
1. Wie die Abwertung der Krone Island half (Wall Street Journal Online, Charles Forelle) Island war das erste staatliche Opfer der Finanzkrise ...
-
21. Mai 2012
Grünes Wachstum allein reicht nicht
Grünes Wachstum ist hilfreich und geradezu notwendig, um ressourcenschonender zu arbeiten und industrielle Prozesse umweltfreundlicher zu machen. ...
-
19. Mai 2012
Die Konjunktur der Kümmerer
Sparen war gestern. In Griechenland stämmen die Wähler sich mit ihrem Votum gegen einen europäisch verordneten Sparkurs und hiezulande drohen ...
-
16. Mai 2012
Kuscheln mit China
Buchkritik: Loretta Napoleoni: China, der bessere Kapitalismus – was der Westen vom Reich der Mittel lernen kann, Zürich 2012. Ist mit dem Ende ...
Pressespiegel
-
04. Mai 2012
Umfrage: Bürger verlangen Sparkurs - auch zum eigenen Nachteil
Die Schuldenbremse erfährt eine breite Akzeptanz. Die Bürger würden sogar persönlich auf staatliche Leistungen verzichten. Nach einer Umfrage hat ...
-
03. Mai 2012
Nordrhein-Westfalen vor der Wahl: Institut rügt rot-grüne Finanzpolitik
Das Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsforschungsinstitut kritisiert in einer neuen Studie den geplanten Abbau des dauerhaften Defizits als
-
24. Apr 2012
Arme zahlen mehr für die Energiewende
· Einkommensschwache Haushalte beteiligen sich mit einem Prozent ihres Vermögens an der Energiewende, Reichere dagegen nur mit 0,1 Prozent. Die ...




