Finanzkrise in Griechenland

Finanzkrise in Griechenland

Zentrale Themen rund um das hellenische Schulden-Drama

Wie Europa den Patienten Griechenland kurieren will

Wie Europa den Patienten Griechenland kurieren will

Die Griechen-Krise markierte den Anfang für ein beispielloses Rettungmanöver in der Euro-Zone. Im Fall Griechenlands gab die Politik grünes Licht für insgesamt 110 Millarden Euro Hilfskredite. weiter lesen Wie Europa den Patienten Griechenland kurieren will

Kann die EU Griechenland zum Sparen zwingen?

Kann die EU Griechenland zum Sparen zwingen?

Theoretisch sind die Sanktionen im Maastricht-Vertrag hart. Doch diese Strafen müsste der EU-Minister-Rat beschließen. Und hier sitzen die Sünder mit am Tisch. Das macht hartes Vorgehen gegen Schuldensünder schwer. weiter lesen Kann die EU Griechenland zum Sparen zwingen?

Braucht Europa für Krisenfälle wie Griechenland einen eigenen EWF?

Braucht Europa für Krisenfälle wie Griechenland einen eigenen EWF?

Der EU-Gipfel hat nun beschlossen, dass auch der IWF am Hilfsprogramm für Griechenland beteiligt wird. Nach wie vor steht die Forderung im Raum, für die Zukunft einen Europäischen Währungsfonds zu schaffen. weiter lesen Braucht Europa für Krisenfälle wie Griechenland einen eigenen EWF?

Sollte Griechenland sich vom Euro verabschieden?

Sollte Griechenland sich vom Euro verabschieden?

Das befürwortet nicht nur ifo-Chef Professor Hans-Werner Sinn. Griechenland sei kaum in der Euro-Zone zu halten. Sollte das Mittelmeerland also zur eigenen Währung (Drachme) zurückkehren? weiter lesen Sollte Griechenland sich vom Euro verabschieden?

Ist die deutsche Lohnpolitik für die Griechen-Krise mitverantwortlich?

Ist die deutsche Lohnpolitik für die Griechen-Krise mitverantwortlich?

Aus Frankreich kamen Vorwürfe, dass deutsche Lohnzurückhaltung und die Exporterfolge der Bundesrepublik andere weniger wettbewerbsfähige EU-Länder in Bedrängnis brächten – Länder wie Griechenland. weiter lesen Ist die deutsche Lohnpolitik für die Griechen-Krise mitverantwortlich?

Könnte eine Staatspleite der Griechen eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen?

Könnte eine Staatspleite der Griechen eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen?

Griechenland hat in etwa die Wirtschaftsleistung Hessens. Auf der anderen Seite: Der Wirtschaftszwerg hat doppelt so viele Schulden wie die Bank Lehman Brothers, deren Zusammenbruch das globale Desaster auslöste. weiter lesen Könnte eine Staatspleite der Griechen eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen?

Können Staaten Pleite gehen – und was passiert dann?

  • Staatsbankrott

    Ein Staatsbankrott (Staatsinsolvenz) ist dann eingetreten, wenn die Regierung eines Landes förmlich erklärt, fällige Forderungen nicht mehr oder nur noch teilweise bedienen zu können. Oder wenn sie fällige Zahlungen einstellt. Ein solcher Fall ist in Argentinien eingetreten. Aber auch Deutschland war in der jüngeren Geschichte de facto zwei Mal pleite. Unter Wissenschaftlern und Juristen herrscht Uneinigkeit darüber, ob Länder überhaupt Bankrott gehen können. Denn es gibt für Staaten kein Insolvenzverfahren wie bei der Pleite eine Unternehmens.

Staatsbankrott
  • 2010: Drohende Staatspleite in Griechenland (1)

    Im Dezember 2009 stufte die Rating-Agentur Fitch Griechenland von A- auf „BBB+“ herunter. Dies signalisiert möglichen Investoren in griechische Staatsanleihen, dass sich die Sicherheit ihrer Anlage verschlechtert hat. Diese Ratings zeigen die Bonität und bestimmen damit die Zinslast. Je schlechter ein Staat eingestuft ist, umso höhere Zinsen muss er in der Regel anbieten, um eine Anleihe am Markt platzieren zu können.

2010: Drohende Staatspleite in Griechenland (1)
  • 2010: Drohende Staatspleite in Griechenland (2)

    Verteuern sich die Zinsen für das bereits hochverschuldete Land, so könnte dies am Ende in die Staatsinsolvenz münden. Heribert Dieter von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, in einem Focus-Gespräch: „Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, ein Land wie Griechenland, das mit Manipulation in die Eurozone gerutscht ist und sich als nicht zukunftsfähig erwiesen hat, was den Staatshaushalt anbelangt, ohne gravierende Eigenbeteiligung der Investoren zu entlassen. Das heißt: Staatsbankrott.“

2010: Drohende Staatspleite in Griechenland (2)
  • 2001/2002: Schuldenkrise in Argentinien (1)

    Im Dezember 2001 erklärte der damalige argentinische Präsident Adolfo Rodriguez Saá sein Land im Parlament für zahlungsunfähig. Anleihen im Wert von mehr als 80 Milliarden Dollar wurden damit nicht mehr bedient. Das Land hatte zuvor bereits eine schwere Rezession erlebt. Ein Grund dafür: Die Regierung hatte den Kurs des argentinischen Peso an den Dollar gekoppelt, um der zuvor galoppierenden Inflation Herr zu werden. Das hatte die Exportwirtschaft nicht verkraftet.

2001/2002: Schuldenkrise in Argentinien (1)
  • 2001/2002: Schuldenkrise in Argentinien (2)

    In der Zeit der Argentinien-Krise sank das BIP um rund ein Fünftel. Im Land stieg die Armut dramatisch, es kam zu Plünderungen und Straßenkämpfen. In den letzten Jahren ist die Wirtschaft laut Länderbericht des Auswärtigen Amtes mit Raten von bis zu 8,5 Prozent gewachsen. Erst 2009 ist das Wachstum deutlich abgeflacht. Allerdings hat das Land bis heute Probleme, sich Kapital auf den internationalen Märkten zu beschaffen.

2001/2002: Schuldenkrise in Argentinien (2)
  • 1923/1948: Deutschlands Hyperinflation und Währungsreformen (1)

    De facto hat Deutschland zwei Staatspleiten hinter sich, auch wenn dies offiziell so nicht bezeichnet wird: In den 20er Jahren erlebte das Land als Folge der Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg eine Hyperinflation. Am 19. Oktober kostete ein Dollar 12 Milliarden Mark. Die Inflation fraß die Ersparnisse des deutschen Mittelstandes. Am 16. November begann die Umstellung auf die neue Rentenmark im Verhältnis 1 Billion zu 1. Die Währungsreform von 1948 löste im Westen die Reichs- beziehungsweise Rentenmark ab. Die D-Mark kam.

1923/1948: Deutschlands Hyperinflation und Währungsreformen (1)
  • 1923/1948: Deutschlands Hyperinflation und Währungsreformen (2)

    Darüber schreibt die Deutsche Bundesbank: „Nach dem Umstellungsgesetz vom 27. Juni 1948 wurden private Bankguthaben im Verhältnis 10:1 in D-Mark umgetauscht. Angerechnet wurden die zuerst ausgezahlten „Kopfbeträge“ von 40 DM. Kontenbesitzer konnten nur über die Hälfte des umgewandelten Betrages frei verfügen. Die andere Hälfte war zunächst auf einem Festkonto blockiert. Das Festkontengesetz vom Oktober 1948 legte dann ein Umstellungsverhältnis von 100:6,5 fest: Für 100 Reichsmark erhielt man 6,50 DM. Schockierte Sparer fühlten sich enteignet. ...“

1923/1948: Deutschlands Hyperinflation und Währungsreformen (2)
  • PIIGS – die Abkürzung für „Achtung Pleite-Risiko!“

    In der Finanzwelt ist die Rede von den sogenannten PIIGS-Staaten. Dieser wenig schöne Name ist eine Abkürzung. Sie setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Länder Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. „Europa fürchtet die verflixten fünf“, titelte SPIEGEL Online über diese Staatengruppe. Grund: Sollten weitere dieser Länder in größere Schwierigkeiten geraten, könnte dies zu massiven Turbulenzen in der Eurozone führen. Einige Beobachter warnen gar vor einem Auseinanderbrechen des Euro-Verbundes.

PIIGS – die Abkürzung für „Achtung Pleite-Risiko!“
  • Giorgios Papandreou: Wir sind selbst Schuld

    Griechenlands Ministerpräsident Giorgios Papandreou im SPIEGEL-Interview: "Wir wissen, dass wir vor großen Problemen stehen, an denen wir Griechen selbst Schuld sind. In der Vergangenheit sind schwere Fehler gemacht worden. Aber die Bürger haben uns gewählt, weil sie einen Wandel wollen. Wir werden ... unser Haus in Ordnung bringen."

Giorgios Papandreou: Wir sind selbst Schuld
  • Angela Merkel: Stabilitätspakt muss reformiert werden

    Im Deutschen Bundestag erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Unsolidarisch mit der Gemeinschaft ... ist, wer glaubt, sich schludrige Haushalte, eine schlechte Wirtschaftspolitik und öffentliche Verschwendung leisten zu können, weil es die Gemeinschaft am Ende schon für ihn richten wird. Auf ein bewusstes Unterlaufen seiner Kriterien, wie wir dies im Fall Griechenland erleben mussten, war und ist dieser Pakt nicht eingestellt. Deshalb sage ich, ein solches Unterlaufen muss in Zukunft unterbunden werden."

Angela Merkel: Stabilitätspakt muss reformiert werden
Wie funktioniert der "Griechen-Soli"?

"Griechen-Soli" könnte Deutschland nützen

"Griechen-Soli" könnte Deutschland nützen

Volkswirt Jürgen Matthes vom IW Köln erklärt das Hilfspaket für Griechenland. Deutschland könne davon sogar profitieren - vorausgesetzt, die Griechen schaffen den Turnaround. Doch dazu muss die hellenische Wirtschaft produktiver werden. weiter lesen "Griechen-Soli" könnte Deutschland nützen

Griechen-Hilfe im Ökonomen-Urteil

Wissenschaftler haben das "Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen zum Erhalt der für die Finanzstabilität in der Währungsunion erforderlichen Zahlungsfähigkeit der Hellenischen Republik" unter die Lupe genommen.

INSM-Ökonemblog: Was Experten zur Griechen-Krise schreiben

Von Oswald Metzger Vier Lebenslügen

Von Oswald Metzger

Was muss geschehen, damit Europas Länder aus der Schuldenfalle herauskommen? Der Haushaltsexperte Oswald Metzger ruft dazu auf, eine tabufreie Diskussion darüber zu führen, wo Einsparungen möglich sind. Weder Beamte noch Rentner dürften davon ausgenommen werden.

Von Frank Schäffler, MdB Und Tschüss

Von Frank Schäffler, MdB

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt muss verändert werden. Derzeit lässt das Regelwerk kein Ausscheiden aus dem Euro, weder freiwillig noch durch Zwang zu. Wer einmal drin ist, hat es geschafft.

Von Marco Mendorf Exempel Griechenland

Von Marco Mendorf

Der griechische Finanzminister Georgios Papaconstantinou hat sich viel vorgenommen. Verbrauchsteuern anheben, pauschale Ausgabenkürzungen aller Ressorts von 10 Prozent, Gehaltseinbußen im öffentlichen Dienst. Zudem: Steuerreform, Sozialreformen, weniger Verwaltung und Bürokratie.

Von Marc Feist Kontrolle ist gut, Strafe ist besser

Von Marc Feist

Erstmals macht die EU-Kommission einem ihrer Mitglieder wirtschaftspolitische Auflagen: Griechenland muss sparen und zwar drastisch. Das Staatsdefizit muss binnen zwei Jahren auf 2,8 Prozent gesenkt werden. Ein Rückgang von rund 10 Prozentpunkten im Vergleich zu heute.

Von Frank Schäffler, MdB Starker Euro – nur ohne Griechen-Hilfe

Von Frank Schäffler, MdB

Eine Rettung Griechenlands durch europäische Fiskalpolitik verstößt gegen das Regelwerk der EU und gefährdet die Stabilität unserer gemeinsamen Währung. Jegliche Hilfe wäre ein Bruch der Verträge. Da gibt es aus gutem Grund keine Umgehungsmöglichkeiten.

Von Prof. Dr. Renate Ohr Stabilität des Euro gefährdet?

Von Prof. Dr. Renate Ohr

Im Jahr der Unterzeichnung des Maastricht-Vertrages (1992) unterschrieben 62 deutsche Ökonomieprofessoren ein Manifest gegen die Europäische Währungsunion. Sechs Jahre später schlossen sich mehr als 160 Ökonomieprofessoren einem Aufruf „Der Euro kommt zu früh“ an.

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