Presseempfang in Berlin INSM präsentiert Studien zur Einheitsbilanz

Was wurde nach 20 Jahren Mauerfall wirklich erreicht? Zwei Studien im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) liefern eindeutige Antworten. Bei der Vorstellung der Studien im Rahmen eines Presseempfangs am 21. August in Berlin lobte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) die Aufbauleistung der Ostdeutschen.

Matthias Platzeck
  • Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck spricht beim Presseempfang zur Einheitsbilanz Deutschland von INSM und SuperIllU

Zu dem Empfang in Berlin hatte die INSM gemeinsam mit der Redaktion SUPER illu eingeladen, die in einem 48-seitigen Sonderheft die Studienergebnisse exklusiv vorgestellt hat. Fakten und Hintergründe stellten die beiden Studienleiter der Gutachten, Prof. Klaus Schroeder von der FU Berlin und Dr. Joachim Ragnitz vom ifo Institut Dresden, vor. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bewertete die Ergebnisse in seiner Ansprache.

"Wir haben in den letzten 20 Jahren ein hervorragendes Fundament in den neuen Ländern gelegt: hochmoderne Industrieanlagen und Infrastruktur, leistungsfähige Hochschulen und Forschungseinrichtungen", sagte Platzeck vor etwa 100 Gästen am Potsdamer Platz. "Ich danke für die Studien, weil sie auch die Ausgangslage in der DDR noch einmal vorstellen." Platzeck ergänzte: "Wir haben zwischen Rostock und Suhl jeden Anlass, stolz zu sein Jeder Bayer sagt mit stolz auf seine Leistung: Mir san mir. Auch die Ostdeutschen haben das Recht, diesen Satz zu sagen." 

Max A. Höfer und Matthias Platzeck
  • INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer (l.) mit Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Der Lebensstandard und Wohlstand der Ostdeutschen hat sich annähernd an das Niveau der alten Bundesländern angepasst. Ob Umwelt, Bildung oder Soziale Sicherung – der Aufholprozess in den neuen Ländern war rasant und eindrucksvoll. Der Wissenschaftler Schroeder sprach in diesem Zusammenhang von einer "beispiellosen Wohlstandsexplosion" in den neuen Bundesländern. Die realen Nettomonatsverdienste für ostdeutsche Angestellte hätten sich zwischen 1991 und 2007/2008 in etwa verdoppelt, die der ostdeutschen Arbeiter um 60 bis 80 Prozent - je nach Familienstand - erhöht. Im Westen gab es in dieser Zeit geringere reale Nettolohnsteigerungen.

Als materielle Gewinner der Einheit sieht Schroeder die Ost-Rentner. "Statt 30 bis 40 Prozent des durchschnittlichen Arbeitseinkommens zu DDR-Zeiten beziehen sie heute über 80 Prozent, mitunter sogar über 100 Prozent des Durchschnittseinkommens, als gesetzliche Rente." Besonders profitieren würden zu dem auch Kinder und Jugendliche. Sie könnten von klein auf ihre Individualität entwickeln; viele von ihnen hätten heute deutlich bessere Zukunftschancen. Dr. Joachim Ragnitz vom ifo-Institut Dresden hob zudem die enormen Fortschritte hervor, die bei der Sanierung und dem Ausbau der Infrastruktur in den neuen Ländern und aus ökologischer Sicht erzielt wurden: "Die Umwelt ist ganz sicher auch eine Gewinnerin der Einheit. Die Elbe ist inzwischen so wenig belastet wie der Rhein." 

INSM präsentiert Studien zur Einheitsbilanz
  • Die Wissenschaftler Klaus Schroeder und Joachim Ragnitz, INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, SuperIllU-Chefredakteur Jochen Wolff und INSM-Geschäftsführer Dieter Rath (v.l.)

Jochen Wolff, Chefredakteur der SUPER illu: "Für uns ist es ein zentrales journalistisches Anliegen, die gelungenen Aspekte des Aufbaus Ost im Jubiläumsherbst besonders herauszustellen: Lebensqualität, Wohlstand, Infrastruktur, Umwelt." So sieht es auch der Geschäftsführer der INSM, max A. Höfer: "Der Kurswechsel von der sozialistischen Planwirtschaft zur Sozialen Marktwirtschaft war hart, aber erfolgreich. Das sollte uns allen genug Selbstvertrauen geben, auch die Herausforderungen der Zukunft  anzugehen.

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