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14. Jun 2012

Umfrage
Qualifikation von Azubi-Bewerbern verschlechtert

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Die Qualifikation von Azubi-Bewerbern ist in den vergangenen fünf Jahren schlechter geworden. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensumfrage der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo). Bei über der Hälfte der Unternehmen hat sich demnach die Qualifikation der Bewerber verschlechtert. Weniger als zehn Prozent sehen eine Verbesserung.

Qualifikation Azubi-Bewerber

Laut Umfrage hat sich sowohl die fachliche (51,1 Prozent), als auch die persönliche Qualifikation („Soft Skills“, 49,1 Prozent) der Bewerber verschlechtert. Im Durchschnitt bewerten die Unternehmen die Qualifikationen der Azubi-Bewerber mit der Note „befriedigend“. 22 Prozent beurteilen die fachliche Qualität der Bewerber dagegen als „gut“. Allerdings bewertet jedes fünfte Unternehmen die fachlichen Qualifikationen seiner Ausbildungs-Bewerber mit „mangelhaft“.

Die unzureichende Eignung der Schulabgänger führt dazu, dass es Unternehmen immer schwerer fällt, Ausbildungsplätze zu besetzen. 44 Prozent geben an, dass die mangelnde Qualifikation der Schulabgänger einer der Hauptgründe sei, weshalb sie nicht selbst ausbilden würden. „Dieses Ergebnis ist alarmierend“, erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. „Mehr Schulabgänger könnten einen Ausbildungsplatz und damit eine berufliche Perspektive finden, wenn Sie eine bessere schulische Bildung hätten. Der Wirtschaft fehlt gleichzeitig dringend benötigter Nachwuchs, um sich weiter entwickeln zu können.“

Die Unternehmen reagieren mit ergänzenden Maßnahmen, um die Qualifikationen der Azubis zu verbessern. Jedes zweite Unternehmen arbeitet direkt mit Schulen zusammen oder erteilt betriebsinterne Nachhilfekurse für die Azubis. 43,2 Prozent erweitern die Qualifikationen der Auszubildenden durch externe ausbildungsbegleitende Maßnahmen. „Damit übernehmen die Unternehmen Aufgaben, die zu den originären Pflichten von Schulen und Eltern gehören“, betont Pellengahr. „Durch mehr individuelle Förderung ließe sich die Qualifikation der Schulabgänger. verbessern. Auch bei der Bildung gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge“.

Im Rahmen des IW-Unternehmervotums wurden 803 Unternehmen zwischen dem 22. Mai und dem 3. Juni 2012 online befragt. Angeschrieben wurden Unternehmen aus der Industrie sowie den industrienahen Dienstleistungen (Großhandel, Verkehr, Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen). Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche.