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25. Apr 2016

RWI Gutachten
Staatsfinanzierung - Die breiten Schulten tragen immer mehr

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Gutverdiener tragen einen immer größeren Anteil an der Finanzierung des Staates, während mittlere und niedrige Einkommen entlastet wurden. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt wurde.

Die stärkste steuerliche Entlastung ist bei Haushalten mit einem Bruttoeinkommen zwischen 20.000 und 30.000 Euro zu beobachten. Während diese Gruppe im Jahr 2010 noch gut 12 Prozent der Steuer- und Abgabenlast trug, waren es 2015 nur noch knapp 9 Prozent. Der Finanzierungsbeitrag der Einkommensklasse zwischen 30.000 und 40.000 Euro sank um zwei Prozentpunkte von etwa 14 Prozent auf 12 Prozent. Oberhalb dieser Einkommensgruppen fallen die Entlastungen geringer aus, bis sich der Effekt ab einem Bruttoeinkommen von 70.000 Euro umkehrt. "Das bedeutet, dass Gutverdiener im Vergleich zu 2010 einen höheren Beitrag zur Staatsfinanzierung leisten", fasst der Autor der Studie und Steuerexperte am RWI Dr. Philipp Breidenbach die Ergebnisse zusammen.

Die RWI Analyse belegt, dass die durchschnittlich Steuerlast mit der Leistungsfähigkeit zunimmt. Der progressive Charakter des Steuersystems hat sich in den vergangenen fünf Jahren sogar noch leicht verstärkt. Die 10 Prozent der Haushalte mit den höchsten Bruttoeinkommen, leisten den größten Finanzierungsbedarf. Bei der Einkommensteuer zahlt diese Gruppe weit mehr als die Hälfte des Gesamtsteueraufkommens. Die einkommensmäßig untere Hälfte aller Haushalte trägt dagegen nur rund 5 Prozent zum Einkommensteueraufkommen bei. "Die Soziale Marktwirtschaft funktioniert. Die starken Schultern tragen relativ mehr zur Finanzierung des Staates bei, als die Schwachen", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. "Eine starke Wirtschaft ist der beste Garant für gute Arbeit, gute Löhne und damit verlässliche Steuereinnahmen zur Finanzierung großer Aufgaben. Große Aufgaben brauchen eine starke Wirtschaft."