Bitte aktualisieren sie ihren Browser, dass diese Webseite korrekt angezeigt wird.

Aktuelle Fotos
der INSM
Alle Fotos

Feed konnte nicht
geladen werden

06. Mrz 2008

INSM feiert Arbeitsmarkt-Erfolge: Deutschland knackt die 3 Millionen

0 0 0

Berlin. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird in dieser Woche erstmals seit 16 Jahren wieder die magische Schwelle von drei Millionen unterschreiten. Dies hat das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ermittelt.

Der frühere Bundesminister und einer der Väter der Agenda 2010, Wolfgang Clement, sagte bei der Vorstellung der Studie am Montag in Berlin: "Dies ist ein klares Zeichen für die Große Koalition, den erfolgreichen Reformkurs der Agenda 2010 fortzuführen." 

IZA-Prognose im Auftrag der INSM: Die 3 Millionen-Marke bei der der Arbeitslosigkeit wird erreicht.
  • IZA-Prognose im Auftrag der INSM: Die 3 Millionen-Marke bei der der Arbeitslosigkeit wird erreicht.

Clement und IZA-Chef Prof. Klaus Zimmermann enthüllten in der Hauptstadt ein Großplakat der INSM, das auf diesen Erfolg aufmerksam macht. Clement bezeichnete die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als eine logische Folge der konsequenten Reformpolitik. Er warnte davor, sie aufzugeben: "Gerade dann zu bremsen, wenn der Weg frei wird, macht keinen Sinn. Die Agenda-Politik muss weiter- und nicht zurückgedreht werden." Insbesondere in einer Zeit, in der eine Abkühlung der Weltkonjunktur erwartet wird, komme es darauf an, einen klaren Kurs für mehr Wachstum und Wettbewerb zu fahren, so der frühere Arbeits- und Wirtschaftsminister.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe geradezu historische Ausmaße: Eine Zwei vor dem Komma der Arbeitslosenzahlen verzeichnete die Statistik letztmals im November 1992. Seit mehr als 30 Jahren sei es laut IZA-Studie auch gelungen, die Sockelarbeitslosigkeit abzuschmelzen. Ein weiteres positives Ergebnis: Mehr ältere Menschen schafften den Einstieg in Arbeit. In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen ist der Anteil der Erwerbstätigen seit Einführung der Hartz-Reformen (2003) von 39 auf heute 52 Prozent gestiegen, also um insgesamt mehr als 1 Million Personen. 

Wolfgang Clement bei der INSM-Aktion.
  • Wolfgang Clement bei der INSM-Aktion.

"Seit 2005 wurden mehr als 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen", hob IZA-Chef Zimmermann hervor. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt sei kein Aufschwung für Minijobber und Halbtagsjobs. Bemerkenswert sei darüber hinaus, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 2005 nicht mit einer Ausweitung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen oder einer Lastenverschiebung in andere soziale Sicherungssysteme erkauft worden ist. Die konjunkturelle Erholung, so Zimmermann, habe in Verbindung mit den Arbeitsmarktreformen zu einer echten Entlastung der sozialen Sicherungssysteme geführt.

Trotz dieser Erfolge bleibe noch viel zu tun: Aus der Studie des IZA geht hervor, dass in Deutschland immer noch mehr als die Hälfte der Arbeitslosen mindestens zwölf Monate ohne Beschäftigung sind. INSM-Geschäftsführer Dieter Rath sagte: "Wir wollen Deutschland mit unserer Plakataktion zu den Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt beglückwünschen und gleichzeitig dafür werben, die Reformpolitik fortzusetzen. Es braucht jetzt Konzepte zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit." 

Weitere Informationen