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23. Apr 2013

Hauptstadtforum 2013
Gröhe: Ludwig Erhard schlägt Robin Hood

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Union, SPD, Grüne und FDP wollen mehr für die Chancengerechtigkeit in Deutschland tun. Bei allen parteipolitischen Differenzen war das der Punkt, auf den sich die Podiumsteilnehmer des Hauptstadtforums der INSM und der WELT-Gruppe einigen konnten. Rund 180 Zuhörer erlebten eine geistreich und leidenschaftlich geführte Debatte zwischen Patrick Döring (FDP), Hermann Gröhe (CDU), Hubertus Heil (SPD) und Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen). So einig sich das von Dr. Ulf Poschardt (stellv. Chefredakteur WELT-Gruppe) moderierte Podium in punkto Chancengerechtigkeit war, so unterschiedlich waren die Konzepte, wie man sie verbessern kann.

Hauptstadtforum 2013
  • Beim Hauptstadtforum von INSM und DER WELT diskutierten Hubertus Heil (SPD), Steffi Lemke (B90/Die Grünen), Patrick Döring (FDP) und Hermann Gröhe (CDU, moderiert von Ulf Poschardt (WELT-Gruppe)

Um vor der Diskussion der Politiker zu verdeutlichen, welche Gerechtigkeitsvorstellungen in der Bevölkerung vorherrschen, hatte Prof. Dr. Renate Köcher (Institut für Demoskopie Allensbach) die Ergebnisse einer im Auftrag der INSM erstellten Umfrage zusammengefasst. Ergebnis: Chancengerechtigkeit ist den Bürgerinnen und Bürgern deutlich wichtiger als Umverteilung.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe brachte die Studienergebnisse auf den Punkt: „Ludwig Erhard schlägt Robin Hood. Wir haben Rekordbeschäftigung und Rekordsteuereinnahmen. In den vergangenen Jahren, haben sich die Chancen für viele in diesem Land erheblich verbessert.“

Hubertus Heil, Mitglied im SPD-Parteivorstand: "Deutschland braucht eine gerechtere Lohnentwicklung und gleiche Lebenschancen für alle. In der Steuerpolitik geht es vor allem um den Abbau von Schulden und ein handlungsfähiges Gemeinwesen, das mehr in Bildung, Forschung und Infrastruktur investiert. Es geht also um eine gerechtere Verteilung von Chancen und Lasten in unserem Land."

Patrik Döring, FDP-Generalsekretär: „Wir brauchen mehr Möglichkeiten zum Bildungszugang und eine verbesserte Vereinbarkeit von Familien und Beruf. Man darf aber Gerechtigkeit nicht mit Gleichheit verwechseln. Einen Staat der alles reglementiert, will niemand.“

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM: „Chancengerechtigkeit verringert die Kluft zwischen Arm und Reich. Und das, ohne die Leistungsfähigkeit oder das nachhaltige Wachstum zu gefährden. Daher ist uns dieser Gerechtigkeitsaspekt ganz besonders wichtig. Er ist der Schlüssel zu einer gerechteren Gesellschaft.“

Pressekontakt

Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de

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