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26. Sep 2012

Hauptstadtforum
Minister Pofalla sieht Energiewende auf gutem Weg

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„Die Bundesregierung setzt die Energiewende konsequent und schrittweise um, unter anderem beim Netzausbau und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien. Wir sind dabei auf einem guten Weg - im Dialog mit Ländern, Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Transparenz und breite gesellschaftliche Akzeptanz sind ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg der Energiewende“, sagte Pofalla beim Hauptstadtforum, einer gemeinsamen Veranstaltung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WELT. Der Kanzleramtsminister sprach vor zweihundert Gästen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Verbänden. 

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, hob die Bedeutung des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs für den Wandel hervor: „Wir brauchen keine Planwirtschaft für die Erneuerbaren Energien, sondern einen verlässlichen Rahmen. Der Wettbewerb wird die besten alternativen Energiequellen am stärksten zum Sprudeln bringen.“

Wie der Weg zur Energiewende im Detail aussehen wird, wurde auf dem Podium engagiert diskutiert. Einig waren sich die Teilnehmer in den entscheidenden Punkten: der Frage des geeigneten Ordnungsrahmens, der Bedeutung des Großprojekts Energiewende, seiner Machbarkeit und dem Zeitplan. "Die Energiewende kann im System der Sozialen Marktwirtschaft gelingen", fasste Umweltökonom Prof. Dr. Andreas Löschel zusammen. Er ist Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“ der Bundesregierung.

Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltbundesministerium, sagte: „Wir brauchen beides, einen intelligenten Mix aus konkreten Zielvorgaben und wirtschaftlichen Anreizen, um so viel Energie wie möglich aus erneuerbaren Quellen in den Markt zu integrieren. Deshalb wünsche ich mir, dass wir weniger über ein neues Strommarktdesign sprechen sondern mehr darüber, wie wir das heutige Marktdesign schrittweise weiterentwickeln können.“

Die Zeit drängt, betonte Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik beim Öko-Institut: "Wir müssen heute in leistungsfähige Stromnetze und intelligente Förderinstrumente für erneuerbare Energien investieren, damit wir morgen auch von Offshore-Windparks profitieren können“.

Dass der Wandel gelingen wird, davon zeigte sich auch Dr. Udo Niehage, Beauftragter der Siemens AG für die Energiewende, überzeugt: „Die Energiewende ist ein Jahrhundertprojekt. Sie ist sehr ehrgeizig, aber machbar, denn die notwendigen Technologien sind weitgehend vorhanden“ sagte Niehage.

Pellengahr stellte auf dem Hauptstadtforum auch die Kernpunkte des Wettbewerbsmodell der INSM vor, das im Auftrag der INSM vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung entwickelt wurde. Im „Wettbewerbsmodell Erneuerbare Energien (WEE)“ bleibt die Auswahl der Art Erneuerbarer Energien den Erzeugern überlassen. Das Ziel, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien auf 35 Prozent zu erhöhen, wird so zuverlässig und kostengünstig erreicht. Mit diesem Modell, so Pellengahr, können bis zu 52 Milliarden Euro eingespart werden.

Das Hauptstadtforum ist eine Veranstaltungsreihe, in der die INSM seit 2006 aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen mit hochkarätigen Politikern und Wissenschaftlern diskutiert. „Mit der Sozialen Marktwirtschaft zur Energiewende“ war die dritte Kooperationsveranstaltung mit der WELT.

Pressekontakt
Florian von Hennet, Tel. 030-27877-174, hennet@insm.de

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