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27. Jul 2009

Finanzexperte van Suntum für Konjunkturkredite

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Der Finanzexperte Prof. Ulrich van Suntum hält nichts vom Plan des Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, die Banken zur Kreditvergabe an Unternehmen notfalls zu zwingen: "Das funktioniert nicht", schreibt van Suntum im ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Statt Zwang setzt der Direktor des Centrums für angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Münster auf spezielle "Konjunkturkredite", deren Zinssatz an das Wirtschaftswachstum gekoppelt ist.

Das Kernproblem der Kreditklemme ist die fehlende Liquidität der Unternehmen. Die Banken parken das Geld bei den Zentralbanken, weil sie Angst haben, Kredite an die Wirtschaft zu geben. Obwohl die Zentralbankzinsen historisch niedrig sind, bleiben Unternehmenskredite teuer und sind schwer zu erhalten.

Wichtig wäre, die Unternehmen von dem Illiquiditätsrisiko zu entlasten, ohne ihnen damit das normale unternehmerische Risiko abzunehmen. Van Suntums Vorschlag: spezielle Konjunkturkredite, deren Zinssatz an das Wirtschaftswachstum und den langfristigen Realzins gekoppelt ist. In wirtschaftlichen Schwächezeiten läge dieser Zins unter den normalen Kreditkonditionen, in Boomphasen darüber.

Van Suntum: "In der aktuellen Krise würde den Unternehmen sogar ein Negativzins von derzeit etwa 2% ausgezahlt werden, statt sie wie derzeit mit zirka 6% belasten." Die Zentralbank müsste hierzu eine entsprechend günstige Refinanzierung anbieten. Das verringere zwar künftige Zentralbankgewinne und belaste indirekt auch die öffentlichen Haushalte: "Dieses Keynes 2.0 Modell ist ungleich billiger als schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme". Die aktuellen Konjunkturprogramme bekämpfen nur die Symptome und nicht die Ursachen der Krise.

Der gesamte Beitrag ist im ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erschienen. In ihm veröffentlichen renommierte Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kurze Beiträge zu aktuellen ökonomischen Fragestellungen: www.oekonomenblog.de

Pressekontakt

Marco Mendorf, Tel: (0221) 4981-443, mendorf@insm.de