Lord Ralf Dahrendorf
(† 17. Juni 2009)
Im Gedenken an Lord Ralf Dahrendorf

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- Im Gedenken an Lord Ralf Dahrendorf
(† 17. Juni 2009)
"Wie sozial kann die Soziale Marktwirtschaft noch sein?" fragte Lord Ralf Dahrendorf 2004 im Rahmen der Ludwig-Erhard-Lecture der INSM und umriss seine Vorstellung einer liberalen Politik des Sozialstaates - mit einem "hohen Maß an individueller Wahl- und Entscheidungsfreiheit, daher auch an Selbstbeteiligung, aber zugleich einer langfristig garantierbaren Grundausstattung für alle Bürger."
Zum Tod von Ralf Dahrendorf erinnert die INSM hier an diese Rede

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(† 17. Juni 2009)
Lord Ralf Dahrendorf wurde am 1. Mai 1929 als Sohn des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten und Widerstandskämpfers Gustav Dahrendorf geboren.
• 1944 bis 1945 war Dahrendorf als Mitglied einer antinazistischen Schülergruppe inhaftiert.
• Nach dem Studium der Philosophie und Klassischen Philologie in Hamburg (Dr. phil. im Jahr 1952) und der Soziologie in London habilitierte er sich 1957 in Saarbrücken.
• Ab 1958 lehrte er Soziologie in Hamburg, Tübingen und Konstanz.
• Sein Engagement für demokratische Reformen führte ihn 1969 für die FDP in den Bundestag.
• Er wurde zunächst Parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium.
• 1970 wurde er zum EU-Kommissar ernannt.
• 1974 bis 1984 Direktor der London School of Economics.
• 1987 bis 1997 Rektor des St. Antony's College, Oxford.
• 1991 bis 1997 Prorektor der Universität Oxford.
• Von 1993 an war Ralf Dahrendorf als Baron of Clare Market in the City of Westminster Mitglied des Britischen Oberhauses.
Lord Dahrendorf galt durch zahlreiche Veröffentlichungen als einer der wichtigsten Vertreter liberaler Gesellschafts- und Staatstheorie.
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