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INSM-Studien

Exportwirtschaft bleibt Wachstumsmotor der Zukunft

Die Export- und Weltmarktorientierung wird auch zukünftig das bestimmende Geschäftsmodell der deutschen Wirtschaft bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellte Expertise.

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„Die Finanzmärkte haben die Realwirtschaft zwar in die Krise gestürzt, aber die Investitionskreisläufe der Realwirtschaft sind weiterhin intakt“, sagt Prof. Michael Hüther, Direktor des IW. „Die deutsche Weltmarkt-orientierung bleibt somit Wachstumstreiber für Industrie und Dienstleistungen.“

Die IW-Studie untersucht, inwieweit in den Volks-wirtschaften der Welt in den vergangenen Boomjahren ungesunde Investitionsblasen entstanden sind. Überinvestitionen sind für Deutschland nicht festzustellen.

Investitionsquote nicht übertrieben

Zwar waren die letzten Jahre von wachsenden Leistungsbilanzungleichgewichten geprägt. Länder wie China, Deutschland, Japan, aber auch Russland und Saudi Arabien weisen hohe Nettokapitalexporte auf, während vor allem die USA ein großer Nettokapitalimporteur sind. Von einer übertriebenen Investitionsquote in den fortgeschrittenen Industrieländern kann jedoch keine Rede sein. In Deutschland liegen die aktuellen Investitionsquoten sogar unter denen der 70er, 80er und 90er Jahre.

Weltmarktorientierung kein Fehler

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„Die Weltmarktorientierung der deutschen Wirtschaft war kein Fehler, sondern sorgt dafür, dass wir mit den expandierenden Zukunftsmärkten mitwachsen“, sagt Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM. An den Megatrends können Pharma, Bio- und Medizintechnik, versorgende Industrien, Elektrotechnik, Antriebs- und Kraftwerksbau bis hin zur Gentechnologie in Deutschland partizipieren. Die Sektoren entwickeln Lösungen für die Herausforderungen, die sich aus dem Wachstum der Weltbevölkerung, dem Klimawandel und der Ressourcenverknappung ergeben.

"Japanische Dekade" ?

Die Exportdynamik hängt aber auch davon ab, ob Deutschland eine japanische Dekade bevorsteht. In den 90er Jahren war Japan in eine Deflations- und Depressionsspirale geraten. Die Analyse für Deutschland ist gemischt. Drei von zehn maßgeblichen Indikatoren – eine mögliche Kreditklemme, das gesunkene unternehmerische Renditeniveau und nach wie vor mögliche protektionistische Alleingänge – signalisieren eine strukturelle Gefahr. Dagegen kann der Geld- und Finanzpolitik hierzulande wie auch in anderen Ländern ein klarer Kurs contra Deflation und Depression attestiert werden.
 

Kontakt

Ronald Voigt: 0221/ 4981 418; voigt@insm.de

1 Kommentare

  • 1

    Frage an den Autor

    Eine kurze Frage habe ich. Wie kann ein rein auf den Export orientierte Wirtschaftsnation auf Dauer stabiles Wachstum haben. Irgendwer muss immer Schulden ausnehmen. Denn in der weltweiten Summe sind Importe und Exporte Null. Irgendwann werden Währungen abgewertet und man sitzt auf wertlosen Geld. Eine ausgeglichene Handelsbilanz ist in meinen Augen deutlich besser. Wie können sie das widerlegen?

    avatar Christian 02.09.2009 09:52:47

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