Das Spiel zum Schuldenrekord Fantastic Five - Verballer die Staatsknete !
Angesichts der dramatisch steigenden Staatsschulden fordert die INSM die Politiker im krisengeschüttelten Wahljahr 2009 zum Maßhalten auf. Das Onlinespiel „Fantastic Five - Verballer die Staatsknete“ verdeutlicht diese Botschaft in provokativer Weise. Sieger im Highscore ist, wer das meiste Steuergeld ausgibt!
Die „Fantastic Five“ haben ein Ziel: Sie verschleudern unser Steuergeld. Soviel sie können.
Und so funktioniert's:
Wählen Sie unter Angela Merkel, Franz Müntefering, Guido Westerwelle, Claudia Roth oder Oskar Lafontaine einen Politiker aus. Zielen Sie auf die sich bewegenden Autos, Bagger oder Banker. Insgesamt tauchen zwölf Figuren oder Gegenstände auf der Spieloberfläche auf. Pro Mausklick fließen zwei Geldscheine. Tipp: Je öfter Sie auf eine Figur klicken, desto mehr Geld fließt.
Zum Starten klicken Sie auf diesen Link - Viel Spaß!
Hintergrund des Spiels
2009 wird das Jahr mit den teuersten Wahlgeschenken, das die Bundesrepublik je erlebt hat. Das meinen Wirtschaftswissenschaftler wie der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus F. Zimmermann.
Die Prognose scheint realistisch: In Wahljahren steigen bekanntlich die Wohltaten, die Politiker den Bürgern versprechen. Krisenzeiten können einen solchen Trend verstärken, vor allem dann, wenn das Hantieren mit riesigen Milliarden-Beträgen beinahe alltäglich scheint.
Die Geschenke sorgen kurzfristig für mehr Wählerstimmen, aber langfristig für hohe Staats- und Verschuldungsquoten. Die Steuern und Abgaben der deutschen Durchschnittsverdiener zählen jedoch schon heute zu den höchsten in Europa. Trotzdem hat sich die öffentliche Schuldenlast seit 1990 beinahe verdreifacht.
Mit 22.709 Euro öffentlichen Schulden wird jeder Deutsche laut einer Berechnung des Freiburger Forschungszentrums für Generationenverträge Ende 2010 belastet sein. Zum Vergleich: 1950 lag die pro Kopf-Verschuldung noch bei 188 Euro! Diese Schulden werden spätere Generationen abtragen müssen.
Maßhalten – auch im krisengeschüttelten Wahljahr 2009! Diese Botschaft, gerichtet an die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, will das Spiel „Fantastic Five - Verballer die Staatsknete“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in zugespitzter Weise vermitteln.
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Empfänger von Öffentlichen Geldern
Im Spiel tauchen unterschiedliche Empfänger von öffentlichen Geldern auf. Die privaten und Landensbanken sowie die Autofahrer sind kurzfristige Nutznießer von staatlichen Krisenpaketen. Andere Empfänger wie die Landwirte, der Bergbau oder die Windkraft-Industrie stehen schon seit Jahren und Jahrzehnten auf der Geschenkliste der Politik. Auch hoheitlich staatliche Aufgabenfelder wie Schulbildung, kommunale Infrastruktur oder die staatlichen Zuschüsse zu den gesetzlichen Versicherungen werden im Spiel symbolisiert.
Das Spiel persifliert die Ausgaben- und Verschuldungswut aller Politiker. Es nimmt ausdrücklich keine Bewertung darüber vor, ob und wo öffentliche Gelder besser oder schlechter eingesetzt sind.
Die einzelnen Empfänger im Spiel:
Der Autofahrer
2.500 Euro erhält jeder Autofahrer aus der so genannten Abwrackprämie, wenn er sein mindestens neun Jahre altes Auto in die Schrottpresse fährt. Insgesamt fünf Milliarden Euro stellt der Bund dafür aus Steuermitteln bereit. Hinzu kommen nach einer Schätzung des Bundes der Steuerzahler Zinslasten von jährlich 200 Millionen Euro.
Der Autoverkäufer
Von der Abwrackprämie profitiert – zumindest kurzfristig - auch der Neuwagenverkäufer, bei dem mehr Wagen den Hof fahren.
Die Kommune
Die deutschen Kommunen erhalten knapp 10 Milliarden Euro für zusätzliche Investitionen aus dem Anfang 2009 verabschiedeten Konjunkturpaket II.
Der Landesbanker
Einige der sieben deutschen Landesbanken, im Besitz von Bundesländern und Sparkassen, haben in der Finanzkrise teilweise Milliardenverluste verbucht. Allein für die Ausfälle der Bayrischen Landesbank im vergangenen Jahr musste der Steuerzahler mit rund fünf Milliarden Euro einspringen.
Der Landwirt
Mit rund 459 Millionen Euro werden die deutschen Bauern aus öffentlichen Geldern subventioniert (2008).
Der Privatbanker
Mit 480 Milliarden Euro, dem größten Rettungspaket in der Geschichte der Bundesrepublik, greift die Bundesregierung den angeschlagenen Banken unter die Arme. Davon werden 400 Milliarden den Banken als Bürgschaften bereitgestellt, die verbleibenden 80 Milliarden stellt die Bundesregierung als direkte Hilfe zur Verfügung. Allein die Hypo Real Estate erhielt 87 Milliarden Euro in Form von Bürgschaften und direkten Hilfen.
Der Rentner
Mit rund 47 Milliarden Euro haben die Steuerzahler die Rentenempfänger im Jahr 2008 bezuschusst. Darüber hinaus ist das Rentenniveau seit diesem Jahr selbst dann garantiert, wenn die Löhne sinken. Welche Folgen das für den Steuerzahler hat ist heute noch nicht abzusehen.
Der Schulleiter
Rund 8,6 Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket II fließen in die Bildung. Das Geld soll überwiegend für die Sanierung von maroden Schulgebäuden verwendet werden.
Der Unternehmer
Mit dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ stellt die Bundesrepublik Unternehmen ein Kreditvolumen von 40 Mrd. Euro zur Bewältigung krisenbedingter Schieflagen zur Verfügung. Die Gesamtsumme ist in unterschiedlichen Anteilen sowohl im Konjunkturpaket I wie im Konjunkturpaket II budgetiert. Potenzielle Empfänger sind mittelständische Unternehmen und solche mit einem Jahresumsatz von über 500 Mio.
Die öffentlichen Busse und Bahnen
Der Bund bezuschusst jährlich das Schienennetz der Bahn mit Steuergeldern. 2008 waren es 3,6 Milliarden Euro.
Der Bergbau
2018 laufen die staatlichen Förderungen für die Steinkohle aus. Bis dahin fließen jährlich Gelder in die Branche, 2008 waren es zwei Milliarden Euro.
Windräder
Investitionen in den Ausbau von Windenergie werden vom Bund nicht direkt gefördert. Betreiber von Windenergieanlagen erhalten über die staatseigene Bank KFW lediglich vergünstigte Darlehen. Die Kosten für den Steuerzahler sind deswegen vergleichsweise gering, etwa 150.000 Euro. Die Windräder stehen im Spiel allerdings stellvertretend für die Förderung sämtlicher erneuerbarer Energien, wie die Solarenergie. 2008 flossen circa 430 Millionen Euro Staatsgelder in die Branche.
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Häufige Fragen zum Spiel
Warum können im Spiel „Fantastic Five“ auch Oppositionspolitiker ausgewählt werden, obwohl nur die jeweilige Regierungskoalition die Verteilungsentscheidungen trifft?
Das Spiel fordert die Parteien im Wahlkampf zum Maß halten auf, somit auch die heutige Opposition, die in den Landtagen und im Deutschen Bundestag ebenfalls Verantwortung trägt. Entscheidend sind nicht die nur tatsächlich umgesetzten Mehrausgaben, sondern auch die Versprechen in den Wahlprogrammen.
Was kosten die Versprechen in den Wahlprogrammen?
Noch sind die Programme der Parteien für die Bundestagswahlen 2009 nicht öffentlich. Sobald dies geschehen ist, werden die möglichen Ausgabenpakete analysiert.
Ist Umverteilung – zum Beispiel an Schulen – denn schlecht?
Das Spiel nimmt ausdrücklich keine Bewertung darüber vor, ob und wo öffentliche Gelder besser oder schlechter eingesetzt sind. Fakt ist, dass alle Interessenvertreter, von den Lehrerverbänden bis zur Automobilindustrie nach mehr Geld vom Staat rufen. Aber die Schulden müssen irgendwann wieder zurückgezahlt werden.
INSM
Das Reformportal

