INSM Position Arbeitsmarkt – Potenziale entfalten, Einsatz belohnen
Deutschland verzeichnet erstmals wieder seit über fünfzehn Jahren rund drei Millionen Arbeitslose (Bundesagentur für Arbeit, 2026). Diese Entwicklung belastet Staatsfinanzen, Sozialsysteme und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig fehlen in nahezu allen Branchen Arbeits- und Fachkräfte. Hunderttausende offene Stellen bleiben unbesetzt, Unternehmen müssen Aufträge ablehnen, Innovationen werden verzögert.
Deutschland vs. demografischer Wandel
Die Erwerbspersonenzahl in Deutschland schrumpft kontinuierlich aufgrund des Renteneintritts der Babyboomer. Schon im Jahr 2028 werden bereits 768.000 Fachkräfte fehlen (IW, 2025). Ohne Kurswechsel schrumpft der sprichwörtliche Kuchen, den wir als Gesellschaft verteilen, immer weiter. Weniger Beschäftigte bedeuten weniger Wachstum, weniger Steuereinnahmen und weniger soziale Sicherheit.
Arbeitsmarktpolitik verloren zwischen Maßnahmen und Subventionen
Trotz dieser alarmierenden Entwicklung setzt die aktuelle Regierung auf Maßnahmen wie die Steuerfreiheit von Überstundenzuschlägen oder eine Prämie für den Übergang von Teilzeit zu Vollzeit.
Perspektivwechsel jetzt – Arbeit belohnen
(Mehr-)Arbeit lohnt sich in Deutschland nicht so, wie sie es sollte, und wird zudem institutionell und regulatorisch erschwert.
Deutschland kann sich diesen Stillstand nicht länger leisten. Es ist Zeit für mutige Maßnahmen, die den Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes fördern.
Was die INSM fordert: Entlastung und Stärkung des Arbeitsmarktes
- Arbeit muss sich wieder mehr lohnen
- Anreize für eine längere Lebensarbeitszeit
- Gezielte Fachkräftemigration
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit (2026): Arbeitslosenquote & Arbeitslosenzahlen 2025
- IAB (2021): Demografische Entwicklung lässt das Arbeitskräfteangebot stark schrumpfen
- Institut der deutschen Wirtschaft (2025): 2023: 0,9 Millionen Babyboomer vor der Regelaltersgrenze in Altersrente
- Institut der deutschen Wirtschaft (2025): Arbeitsmarkt: 2028 fehlen 768.000 Fachkräfte
- Statistisches Bundesamt (2026): Fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland ist zwischen 55 und 64 Jahre alt










