IW zur Pflegereform: Höhere Beitragsbemessungsgrenze trifft fast jeden fünften Beschäftigten

Ohne einen Kurswechsel, so der Gesetzentwurf zur Pflegereform, könne das jährliche Defizit der gesetzlichen Pflegekasse bis 2030 auf 17,5 Milliarden Euro steigen. Der Beitragssatz müsse Stand heute dann um schätzungsweise 0,9 Prozent steigen. Dem IW zufolge reichen die Pläne nicht: Die Bundesregierung setze immer noch auf höhere Einnahmen statt auf weiterreichende Einsparungen. Im Zentrum der Reform stehe eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, sodass der maximale Gehaltsanteil, auf den Pflegebeiträge fällig werden, noch deutlicher als schon beim Krankenkassenbeitrag geplant steige. Nach IW-Berechnungen hätte diese Regelung 2023 über sechs Millionen Menschen belastet, also fast jeden fünften sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Für die Arbeitgeber würden gleichzeitig die Arbeitskosten steigen.

Quelle: Pflegereform: Höhere Beitragsbemessungsgrenze trifft gut sechs Millionen Beschäftigte – Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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