ifo Institut: Gymnasialwahrscheinlichkeit der am meisten benachteiligten Herkunftsgruppe bei nur 16,9 Prozent

Die Bildungschancen hängen in Deutschland entscheidend von sozialer Herkunft und Geschlecht ab.  Laut der Analyse liegt die Gymnasialwahrscheinlichkeit in der am meisten benachteiligten Herkunftsgruppe bei nur 16,9 Prozent gegenüber 80,3 Prozent in der privilegiertesten Gruppe des familiären Hintergrunds. Die Studie nutzt die Daten von knapp 68.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren. Die ifo-Forscher geben auch Handlungsempfehlungen: Um die Bildungschancen für sozial benachteiligte Gruppen zu verbessern, brauche es mehr frühkindliche Bildungsangebote, eine stärkere Unterstützung der Familien, gute Lehrkräfte an Schulen mit benachteiligten Kindern, mehr kostenfreie Nachhilfeprogramme, ein späteres Aufteilen der Kinder in verschiedene Schularten und mehr Mentoring-Programme.

Quelle: Soziale Herkunft entscheidend für Bildungschancen, Jungen im Nachteil | Pressemitteilung | ifo Institut

Bildung – Die entscheidende Zukunftsressource für Deutschland

Trotz der dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung muss den Ausgaben für Bildung und Forschung in den öffentlichen Haushalten eine hohe Priorität eingeräumt werden. Denn Bildung ist die entscheidende Zukunfts-Ressource für Deutschland, sie ist die wichtigste Voraussetzung für mehr Wachstum.