YouGov: Nur vier Prozent sehen Rückgang bei der Bürokratie

Der von der Bundesregierung versprochene Bürokratieabbau ist bei den meisten Bürgern bisher nicht angekommen – zumindest ihrer eigenen Einschätzung nach. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aktuell den Eindruck, der bürokratische Aufwand sei seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung ungefähr gleich geblieben. 22 Prozent der Teilnehmer sehen sogar eine Zunahme. Lediglich vier Prozent sehen einen Abbau der Bürokratie. Dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben von CDU, CSU und SPD „durch eine grundlegende Modernisierung, Verwaltungsreform, einen umfassenden Rückbau der Bürokratie, Ziel- und Wirkungsorientierung und durch eine verlässliche Justiz werden wir unseren Staat wieder leistungsfähig machen” wird folglich noch nicht Rechnung getragen.

Quelle: Lästiger Papierkram: Bürokratie nimmt aus Sicht der Bürger gefühlt eher zu als ab | DIE ZEIT

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Bürokratieabbau – Effizienzsteigerung durch weniger Vorschriften

Knapp 5.000 Gesetze und Verordnungen des Bundes mit mehr als 100.000 Einzelnormen gelten aktuell in Deutschland – hinzu kommen die Gesetze und Verordnungen der Länder, kommunale Satzungen und unmittelbar geltendes EU-Recht — Tendenz steigend. Es ist Zeit, umzudrehen. Bürokratie muss neu gedacht werden, auch in ihrer grundsätzlichen Funktion. Denn nur ohne, unnötige, Bürokratie kann die Wirtschaft wirklich effizient arbeiten und der Staat sich auf seine Kernkompetenzen fokussieren.